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Ausfälle in Joyn-Realityshow

"The Power": Matthias Mangiapane schimpft über "Schwuchteln"

Die schwulen Kandidaten bei der Realityshow "The Power" zeigen sich mit herablassenden Äußerungen über schwule Kollegen nicht gerade von ihrer besten Seite.


Matthias Mangiapane hat sich eine Karriere als Anti-Held aufgebaut (Bild: Joyn)

  • 5. September 2025, 13:21h 3 Min.

In der neuen Joyn/ProSieben-Show "The Power" irritiert Realitydarsteller Matthias Mangiapane erneut mit aggressiven Äußerungen. Der 41-Jährige ist neben Aaron Königs (30, "Prince Charming", "Promi Big Brother") und Lucas Schwarze (24, "Germany's Next Topmodel") einer von drei offen schwulen Kandidaten.

Wie die "Bild"-Zeitung (Bezahlartikel) berichtete, hätten Mangiapane, Schwarze und Königs eine schwule Allianz vereinbart. "Minderheiten müssen zusammenhalten", so Königs. Dann lästerten die drei aber über andere schwule Promis.

Dragqueen Katy Bähm sei für Schwarze etwa eine "falsche Ratte". Mangiapane stimmte zu und lieferte seine gewohnte derbe Sprachwahl: "Katy Bähm ist eine Fotze!" Auch von einem Ex-Dschungelstar hält er wenig: "Manuel Flickinger ist auch so ein Opfer, ich schwöre." Daraufhin äffte Königs Flickingers Drag-Alter-Ego nach.

Als es um Dragqueen Nina Queer ging, erklärte Schwarze: "Die hasse ich, die Alte!" und gab Kotzgeräusche von sich. Noch deutlicher wurde wieder mal Mangiapane: "Ist auch so ein richtiges Drecksviech. Ich habe ja gar keinen Bock auf diese ganzen Schwuchteln." Schwarze stimmte dem zu.

Königs und Schwarze erheben Vorwürfe gegen Produktionsteam

In einem Interview gegenüber dem Podcast "Teaching Trash" äußerten sich Königs und Schwarze über ihre verbalen Entgleisungen – und gaben die Schuld für die Ausfälle an das Produktionsteam weiter. Königs erklärte, in Realitysendungen würden derartige Ausfälle eigentlich immer herausgeschnitten. Er sei davon ausgegangen, dass dies hier auch der Fall sei. "Hier wollten die uns als das hinterlistige schwule Trio darstellen", beschwerte er sich. Schwarze erklärte, dass nicht das gesamte Gespräch gezeigt worden sei, sondern nur Ausschnitte.

"Ihr seid Teil des Problems"

Auf Instagram kritisierten einige Nutzer*innen die Ausreden der beiden Realitydarsteller: "Der Schnitt ist aber nicht schuld daran, was gesagt wurde. Punkt. Ich glaube hier ist die ein oder andere Entschuldigung fällig", lautete ein Einwand. "Schade, ihr beiden wart echt [sympathisch], der Clip könnte euch das Genick brechen", schrieb ein Nutzer. Ein anderer erklärte: "Wie wäre es, wenn ihr einfach mal zu euren Fehltritten steht? Ihr könnt euch nicht ernsthaft über die toxische Community beschweren, während ihr vor laufender Kamera maximal toxisch und respektlos rumhampelt und euch hinterher rausredet, dass es am Schnitt liegt. Ihr erkennt nicht das Problem, ihr seid Teil davon."

Anders als Schwarze und Königs ist Mangiapane bereits in den letzten Jahren durch abwertende Äußerungen aufgefallen. In "Das große Promi-Büßen" musste er sich vor drei Jahren etwa rechtfertigen, weil er Konkurrentin Claudia Obert in der Realityshow "Promis unter Palmen" so lange gemobbt hatte, bis sie weinte und die Show schließlich freiwillig verließ (queer.de berichtete). Nach dieser Szene sagte Luca Bazzanella, der Assistent des Modedesigners Thomas Rath, zu Mangiapane: "Du bist die größte Schande, die wir als Community haben" (queer.de berichtete).

Mangiapane distanziert sich von queerer Community

Gegenüber "Bild" verteidigte Mangiapane seine Ausbrüche gegenüber den anderen Promis. Dabei distanzierte er sich auch von der Community: "Wer von denen ist da, wenn es mir mal schlecht geht? Meine Community sind meine Familie und meine engsten Freunde."

"The Power" basiert auf einem französischen Format und wird vom Medienmagazin DWDL als "eine halbherzige Umsetzung eines interessant klingenden Konzepts" bezeichnet. Die ersten zehn Folgen, die jeweils um die 30 Minuten dauern, sind schon beim Streamingportal Joyn erschienen, 40 weitere sollen folgen. Im Sender ProSieben werden ab Montag einzelne Folgen im Zeitraum zwischen 3 und 6 Uhr morgens gezeigt. Außerdem laufen zeitweise Zusammenfassungen im Abendprogramm zwischen 22 und 24 Uhr. (cw)

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