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Landgericht Frankfurt
Tödliche Messerstiche in Barkeller: Trans Frau angeklagt
- 6. September 2025, 06:19h 2 Min.
Beim Prozessauftakt im Landgericht wegen eines tödlichen Streits im Frankfurter Bahnhofsviertel hat sich die Angeklagte zunächst nicht zu den Vorwürfen geäußert. Es gebe Hinweise, dass sich die 28-jährige trans Frau bei der Auseinandersetzung im Keller einer Bar habe verteidigen wollen, sagte der Vorsitzende Richter nach der Verlesung der Anklage in ungewöhnlich offenen Worten. Es sei jedoch eine Frage, ob ein Messereinsatz verhältnismäßig gewesen sei.
Die Anklage wirft der queeren Jamaikanerin Totschlag vor, diese soll ihrem Bekannten elfmal in den Oberkörper gestochen und dabei Lunge sowie Leber zerstochen haben. Der 45-Jährige starb wenige Stunden später im Krankenhaus.
Zuvor sollen die beiden die Nacht im Juni 2024 gemeinsam im Bahnhofsviertel verbracht haben, die Angeklagte soll dabei Crack genommen haben. Am Morgen gingen sie zusammen in den Keller einer Bar, der von dem 45-Jährigen eventuell generell für sexuelle Kontakte genutzt wurde. "Vielleicht gab es zwischen den beiden Missverständnisse", sagte dazu der Richter. Möglicherweise habe der 45-Jährige Sex gewollt und die Tür abgeschlossen.
Die 28-Jährige hatte selbst zweimal den Notruf alarmiert, laut Richter wirkte sie auf Videoaufnahmen nach der Tat geschockt und weinte. Auch im Gerichtssaal kamen ihr die Tränen.
Der Prozess, bei dem auch ein Psychiater als Sachverständiger gehört werden soll, wird in drei Wochen fortgesetzt. Nach der bisherigen Planung könnte Ende Oktober ein Urteil verkündet werden. (cw/dpa)














