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Heimkino
Eine mitreißende filmische Autobiografie
Luzia Schmid entwirft in "Ich will alles. Hildegard Knef die atemberaubende Geschichte eines bis zum Äußersten gewagten Lebens – mit frischem, unverstelltem Blick, klug, aufmerksam und empathisch.

Mit Wolfgang Staudtes "Die Mörder sind unter uns" wurde Hildegard Knef in der Trümmerlandschaft Berlins zum ersten deutschen Nachkriegsstar (Bild: Privatarchiv Hildegard Knef)
- 7. September 2025, 08:26h 2 Min.
Hildegard Knef, Weltstar, Enfant Terrible, Grande Dame des Chansons, Diva, Kämpferin, Spiegel und Gegensatz ihrer Zeit: Als Schauspielerin, Sängerin und Autorin war sie mehr als fünf Jahrzehnte schöpferisch tätig, feierte internationale Erfolge, erlebte krachende Niederlagen.
Mit Wolfgang Staudtes "Die Mörder sind unter uns" wurde Hildegard Knef in der Trümmerlandschaft Berlins zum ersten deutschen Nachkriegsstar, wenige Jahre später mit dem Millonenerfolg "Die Sünderin" zum Gesicht eines Skandals, der die Widersprüche, Lügen und Hoffnungen der jungen Bundesrepublik zum Vorschein brachte. Mit Cole Porters "Silk Stockings" lag ihr der Broadway zu Füßen, sie war befreundet mit Marlene Dietrich und Marilyn Monroe.
Eine mitreißende filmische Autobiografie

"Ich will alles. Hildegard Knef" ist auf DVD, Blu-ray und digital erhältlich
Sie kehrte nach Berlin zurück und durchlief Jahre des Misserfolgs, bevor sie sich als Sängerin und Autorin neu erfand. Von früh an Teil der deutschen Öffentlichkeit, ließ sie sich auf das aufreibende Spiel mit den Medien ein und behielt am Ende, allen Rückschlägen zum Trotz, die Oberhand. Erfolgreich sein, scheitern, immer wieder Neues wagen, immer wieder aufstehen: Hildegard Knef wurde zur schillernden Expertin des Überlebens: "Ich glaube, das Leben schuldet uns nichts als das Leben. Und alles andere haben wir zu tun.
Luzia Schmid entwirft in "Ich will alles. Hildegard Knef" (Amazon-Affiliate-Link ) die atemberaubende Geschichte eines bis zum Äußersten gewagten Lebens mit frischem, unverstelltem Blick, klug, aufmerksam und empathisch. Eine mitreißende filmische Autobiografie, erzählt mit herausragendem Archivmaterial, heute kaum noch vorstellbar offenen Interviews und Talkshow-Auftritten, mit den von Nina Kunzendorf gelesenen Passagen aus Knefs großartigen Büchern, mit den begeisternden Chansons, die wie ein roter Faden durch den Film führen.
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"Ich will alles" lässt den Charme und das Charisma Hildegard Knefs, ihre Widersprüchlichkeit, Nonchalance und Unbeugsamkeit, ihren Lebenshunger, Witz und Löwenmut lebendig werden: Das bewegende Porträt einer einzigartigen Frau und großartigen Künstlerin, ehrgeizig, hochsensibel, lakonisch und scharfsinnig, die der Welt vorführte, wie man sich selbst treu bleibt, indem man sich immer wieder neu erfindet. Lina Heimann hat den Dokumentarfilm für uns ausführlich zum Kinostart besprochen: "Das unordentliche Leben der Hildegard Knef". (dd/pm)
Ich will alles. Hildegard Knef. Dokumentarfilm. Deutschland 2025. Regie: Luzia Schmid. Mitwirkende: Nina Kunzendorf (Stimme), Christina Palastanga, Paul von Schell. Laufzeit: 98 Minuten. Sprache: deutsche Originalfassung. FSK 12. Verleih: Piffl Medien.
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