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Hildesheimer Dom (Bild: Ymblanter / wikipedia)

Zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt hat das Bistum Hildesheim eine Online-Umfrage gestartet. Dabei sollten nicht einzelne Zeiträume oder Menschen, sondern der gesamte Zeitraum von 1945 bis heute in den Blick genommen werden, teilte das Bistum mit. Ziel sei, Taten, Strukturen und Folgen systematisch zu untersuchen und Konsequenzen für Prävention, Erinnerungskultur und den Schutz vor künftiger Gewalt zu ziehen.

Rückmeldungen könnten helfen, "vergangenes Unrecht zu verstehen und aufzuarbeiten, und unsere Kirche zu einem sicheren und sensibleren Ort für alle Menschen zu machen – besonders für Kinder, Jugendliche und schutz- und hilfebedürftige Erwachsene", sagte der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer. Die Befragung richtet sich an Katholik*­innen ab 16 Jahren, die in der Diözese leben oder gelebt haben. Der Fragebogen ist bis zum 26. Oktober 2025 online aufrufbar, die Teilnahme ist freiwillig und anonym.

In das auf etwa zwei Jahre angelegte Forschungsvorhaben sind Betroffene sexualisierter Gewalt eng eingebunden. In der Studie sollen auch Lebensgeschichten und Bewältigungsstrategien von Betroffenen und ihren Familien aufgezeigt werden. Für die unabhängige Studie stellt das Bistum Hildesheim früheren Angaben zufolge 1,6 Millionen Euro bereit.

Zu der Befragung teilte das Bistum mit, es sei das Ziel, transparent und nachvollziehbar über die Ergebnisse zu informieren – und konkrete Schritte für Veränderung und Prävention abzuleiten. "Dies ist nicht nur eine wissenschaftliche Aufgabe, sondern auch mein persönliches Anliegen", sagte Bischof Wilmer.

Das Bistum Hildesheim erstreckt sich über weite Teile Niedersachsens und Bremens. In der Diözese leben rund eine halbe Million Katholik*­innen. (cw/dpa)

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