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Umfrage

Queere Anti­diskriminierungsarbeit zwischen Unterfinanzierung und Hass

Queere Bildungsinititiativen stehen derzeit unter Druck: Während die Nachfrage wächst, stehen weniger Mittel zur Verfügung.

  • 9. September 2025, 15:36h 2 Min.

Die Mitgliedsverbände von Queere Bildung e.V. sind mit der gegenwärtigen Situation unzufrieden (Bild: Queere Bildung e.V.)

Queere Bildungsinititiativen stehen derzeit unter Druck: Während die Nachfrage wächst, stehen weniger Mittel zur Verfügung. Außerdem würde die zunehmende Queer­feindlichkeit zu einem immer größeren Problem. Das sind die Ergebnisse einer Umfrage des Bundesverbands Queere Bildung (QB) unter seinen Mitgliedsorganisationen (PDF).

"Anti­diskriminierungsarbeit ist vielleicht so gefragt wie nie", erklärte QB-Vorstandsmitglied Lisanne Heilmann anlässlich der Veröffentlichung. "Immer mehr Bildungseinrichtungen sind sich dessen bewusst, dass auch in ihren Klassen und in ihrem Kollegium, queere Menschen vertreten sind. Und sie wollen ihrer Aufgabe gerecht werden, für alle ein positives Lernumfeld zu schaffen." Gleichzeitig schlage sich "der allgemeine gesellschaftliche Trend zunehmend offensiver geäußerter Queer­feindlichkeit" auch hier nieder. "Neben dem Bewusstsein über die eigene Verantwortung steigt also auch der akute Bedarf", so Heilmann. Viele Vereine berichteten etwa von vermehrten Anfragen.

Kritik an Kürzungen

Gleichzeitig, erklärte Heilmann, verfügten viele Mitglieder des Bundesverbands nicht über ausreichende Ressourcen, um den Anfragen an sie gerecht zu werden. Obwohl viele Angebote auf ehrenamtlicher Basis umgesetzt werden würden, kämpften sie mit Einschnitten in der finanziellen Förderung: "Auch an unseren Ehrenamtlichen geht nicht spurlos vorbei, dass sie zunehmend mit offenem queerfeindlichem Hass konfrontiert werden. Damit sie das auffangen können, brauchen sie fundierte Ausbildung, Begleitung durch hauptamtliches pädagogisches Personal und regelmäßige Fortbildungen. Wo öffentliche Fördergelder gekürzt werden oder ausbleiben, wirkt sich das direkt auf unsere Angebote aus."

Zuletzt stand vor allem das Land Berlin wegen Kürzungen bei queeren Projekten in der Kritik (queer.de berichtete). (cw)

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