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- 31. August 2006 1 Min.
Brüssel (queer.de) - Der polnische Premierminister Jaroslaw Kaczynski hat gestern bei seinem Besuch der EU-Zentrale in Brüssel gesagt, es gebe keine Schwulenfeindlichkeit in Polen. "Glauben Sie nicht an den Mythos eines homophoben, ausländerfeindlichen Polen", sagte der 57-Jährige bei einer Pressekonferenz zu Journalisten. "Bitte kommen Sie nach Polen, besuchen Sie mein Land. Sie können Clubs besuchen und herumfragen. Sie werden nichts Schlimmes sehen." Das schwul-lesbische Leben "ist normal", so der Premierminister. Außerdem gebe es homosexuelle Politiker "in hohen Ämtern" - allerdings ist nicht bekannt, wen er gemeint haben könnte. Während der Pressekonferenz kritisierte er auch wieder Deutschland: "Unsere Nachbarn sind nicht einfach, im Osten nicht, aber auch nicht im Westen." Er verwahrte sich aber gegen jede Kritik an seiner Regierung. Diese sei "an den Haaren herbeigezogen." Im Juni hatte das EU-Parlament in Straßburg Polen wegen der Verletzung der Menschenrechte verurteilt (queer.de berichtete). Unlängst warnte Präsident Lech Kaczynski, der Zwillingsbruder des Premierministers, dass das Land vom Aussterben bedroht sei, wenn zu viele Männer schwul werden würden (queer.de berichtete). (dk)
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