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"Damals fühlte ich mich mutterseelenallein"
Die neue "Du bist gut!"-Stiftung fördert queere Jugendliche
Bettina Böttinger, Benni Bauerdick, Lars Tönsfeuerborn und andere Promis wollen mit der "Du bist gut!"-Stiftung queere Jugendliche unterstützen – vor allem in politisch schwierigen Zeiten.

Unterstützen die neue Stiftung (v.l.n.r.): Simon Stäblein, Donya Farahani, Klaus Nierhoff und Lars Tönsfeuerborn (Bild: Marius Steffen)
- 13. September 2025, 13:11h 3 Min.
Die "Du bist gut!"-Stiftung feiert ihre Geburtsstunde. Am Freitag wurde die Stiftung in Köln der Öffentlichkeit präsentiert. Ihr Ziel ist es, queere Jugendliche zu unterstützen, in dem sie langfristig sichere Räume und Projekte für Jugendliche im Coming-out schafft. Sie ist aus dem "anyway" aus Köln hervorgegangen – der ältesten und größten queeren Jugendeinrichtung Europas.
"In meiner Jugend wäre mir eine Anlaufstelle für queere Menschen eine große Hilfe gewesen. Damals fühlte ich mich mutterseelenallein. Aus diesem Grund unterstütze ich die Du bist gut!-Stiftung. Gerade in Zeiten, in denen viele das Rad zurückdrehen wollen", sagt Bettina Böttinger. Die lesbische Moderatorin und Journalistin gehört zu den prominenten Unterstützer*innen der Stiftung und ist damit nicht allein. Auch Moderator Benni Bauerdick, Comedian Simon Stäblein, Schauspieler Klaus Nierhoff, Journalistin Donya Farahani, Unternehmer Lars Tönsfeuerborn, Content Creator Maxi Pichlmeier, Queer-Influencer Max Appenroth oder Drag-Artist Bambi Mercury so wie viele weitere Promis gehören zur Stiftungsfamilie. Mit ihrer Reichweite und ihrem Einfluss machen sie sich für queere Jugendliche stark.
Dass das wichtig ist, betonte auch NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) in seinem Grußwort zur Stiftungspremiere: "Wer queere Menschen bekämpft, der bekämpft uns alle! Die neue Stiftung "Du bist gut!" ist ein starkes und wichtiges Zeichen für Freiheit und Vielfalt."
Stiftung will langfristig und nachhaltig Gutes tun

Die Gründung der Stiftung wurde vor dem "anyway" mitten in Köln gefeiert
"Unsere Vision ist eine Gesellschaft, in der queere Jugendliche unbeschwert aufwachsen können – ohne Angst vor Ausgrenzung oder Gewalt", erklärt Jürgen Piger, Vorstand der Stiftung. "Damit dies gelingt, braucht es dauerhafte Strukturen und eine verlässliche Finanzierung." Das Stiftungskapital bleibt unantastbar. Mit den Erträgen werden Projekte, Fachkräfte, Notschlafplätze und Räume finanziert – auch überregional.
Gerade in Zeiten knapper öffentlicher Kassen und zunehmender politischer Unsicherheiten will die Stiftung so für Stabilität sorgen und so queere Jugendarbeit nachhaltig sichern. "Soziale Arbeit darf nicht vom Zufall abhängen. Wir wollen Verbindlichkeit schaffen – für Jugendliche, die uns brauchen", so Piger weiter.
Spenden und Zustiftungen sind ab sofort möglich
Ab sofort können Privatpersonen und Unternehmen die Stiftung mit Spenden unterstützen. Mit 500 Euro lässt sich ein Monat offene Jugendarbeit finanzieren, mit 2.500 Euro fünf Empowerment-Workshops, mit 5.000 Euro zwanzig Beratungstermine für Jugendliche im Coming-out-Prozess.
Außerdem sind bei höheren Summen auch Zustiftungen willkommen. Mit diesen wird das Stiftungsvermögen erhöht. Die Erträge aus Zinsen und Co. fließen dann in die konkrete Arbeit vor Ort. Auf diese Weise sichern viele große Stiftungen ihr soziales Anliegen über Generationen hinweg.

Symbolische Scheckübergabe auf der Bühne: Ein solider Start für den Beginn der Stiftung (Bild: Marius Steffen)
Das findet Comedian Simon Stäblein auch für queere Jugendliche wichtig: "Natürlich hat sich die Situation für queere Jugendliche schon merklich verbessert. Aber es gibt leider jetzt wieder vermehrt Kräfte, die diese Entwicklung rückgängig machen möchten. Diesen gilt es entschlossen entgegenzutreten."
Mehr Informationen zur Stiftung gibt es auf der Stiftungs-Webseite sowie auf Instagram. (cw/pm)














