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Schneller Sex

Global Gay Cruising Index 2025: Berlin liegt auf Platz zwei

In Berlin cruist es sich viel besser als in Hamburg, Köln oder München. Im "Global Gay Cruising" musste sich die Hauptstadt nur einer anderen europäischen Metropole geschlagen geben.


Der Kultfilm "Taxi zum Klo" zeigte die West-Berliner Cruising-Szene kurz vor dem Beginn der Aidskrise (Bild: Salzgeber)

  • 15. September 2025, 15:59h 2 Min.

In London, Berlin und Paris können schwule und bisexuelle Männer besonders gut spontane erotische Begegnungen finden. Das ist das Ergebnis des Global Gay Cruising Index 2025 des Erotik-Portals Erobella.

Bewertet wurden dabei 20 queerfreundliche Städte in Europa, Nordamerika und Australien nach vier Kategorien: dem Angebot an schwulen Saunas, an schwulen Cruising- oder Fetischclubs, an öffentlichen Parkanlagen und an den guten alten Gay Bars. In jeder Kategorie sind maximal zehn Punkte möglich, insgesamt also 40.

London führt die Liste mit 29 Punkten an. Besonders gut ist hier laut der Erhebung das Angebot an Cruising-Parks und Saunas. Berlin liegt mit 26 Punkten auf dem zweiten Rang. Die volle Punktzahl erreicht die Bundeshauptstadt dabei bei Fetischclubs, auch die Cruising-Parks werden hoch bewertet. Paris, mit 24 Punkten an dritter Stelle, ist dagegen nicht besonders überzeugend bei Cruising-Parks, erreicht allerdings die volle Punktzahl bei schwulen Saunas.

Hamburg, Köln und München abgeschlagen

Als weitere deutsche Städte befindet sich mit elf Punkten Hamburg auf dem achten Platz – punktgleich mit San Francisco und Toronto. Die Hansestadt schneidet dabei am besten im Bereich Cruising-Parks ab.

Punktgleich mit je neun Punkten auf Platz 13 sind Köln und München aufgeführt – die den Rang auch mit Miami und Amsterdam teilen. Ganz unten in der Hitliste stehen die kanadischen Metropolen Montreal und Vancouver mit je fünf Punkten.

Europa schlägt Nordamerika

Auffällig ist: Die ersten fünf Plätze belegen allesamt europäische Städte, auf Rang sechs folgt dann New York. In der US-Metropole ist nach der Rangliste das Angebot bei Gay Bars besonders gut, allerdings gibt es Defizite in allen anderen Bereichen.

Erobella erklärt den großen Unterschied zwischen Europa und Nordamerika mit "historischen, kulturellen und politischen Entwicklungen, die bis in die 1980er Jahre zurückreichen". So habe die Aidskrise in den USA in der Politik zu "Angst und moralischer Panik" geführt, wodurch die schwule Infrastruktur etwa an schwulen Badehäusern zerstört wurde. In Kanada war es ähnlich – hier gab es in den Achtzigerjahren beispielsweise eine Polizei-Razzia in einer Sauna in Toronto, bei der öffentlichkeitswirksam mehr als 300 Männer festgenommen worden sind.

"Im Gegensatz dazu verfolgten die meisten europäischen Länder einen pragmatischeren Ansatz", so Erobella – einzige Ausnahme war Schweden, wo schwule Saunas bis 2004 verboten waren. (cw)

Die Rangliste

1. London (29)
2. Berlin (26)
3. Paris (25)
4. Madrid (23)
5. Barcelona (18)
6. New York (15)
7. Wien (13)
8. Hamburg (11)
8. San Francisco (11)
8. Toronto (11)
11. Chicago (10)
11. Sydney (10)
13. Miami (9)
13. Amsterdam (9)
13. Köln (9)
13. München (9)
17. Los Angeles (7)
17. Manchester (7)
19. Montreal (5)
19. Vancouver (5)
-w-