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- 16. September 2025, 12:07h 2 Min.

Christine Wunnicke (Bild: Monika Höfler)
Die Münchner Autorin Christine Wunnicke steht mit ihrem queeren Roman "Wachs" auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis. Das gab die Jury am Dienstagmorgen belannt. Der historische Roman erzählt die Geschichten von zwei Pionierinnen im Paris des 18. Jahrhunderts, die auch ein Liebespaar waren (Buchkritik von Kat Ohlmann).
Nominiert wurden außerdem Dorothee Elmiger ("Die Holländerinnen"), Kaleb Erdmann ("Die Ausweichschule"), Jehona Kicaj ("ë"), Thomas Melle ("Haus zur Sonne") sowie Fiona Sironic ("Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft").
Es sei kein Zufall, dass mit der Shortlist 2025 in psychologische, gesellschaftliche und politische Abgründe geblickt werde, sagte Jurysprecherin Laura de Weck. "Sei es tastend, versponnen, mit Witz oder Radikalität, dabei immer hochliterarisch." Und: "So unterschiedlich die Erzählweisen und die Sprachgestaltung sind, so scheinen die Romane miteinander zu korrespondieren, zum Beispiel in Themen wie Gewalt, aber auch Zärtlichkeit." Das müsse aber keineswegs düster klingen, erklärte die Jurysprecherin. "Jede Lektüre auf der Shortlist ist ein Befreiungsschlag."
Auf der Longlist standen zuvor 20 deutschsprachige Romane. Wer die Auszeichnung bekommt, wird bei der Preisverleihung am 13. Oktober bekanntgegeben – dem Tag vor der Eröffnung der Frankfurter Buchmesse. Insgesamt hatte die Jury 229 Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2024 und dem 16. September 2025 – also dem Tag der Bekanntgabe der Shortlist – erschienen sind.
Der Deutsche Buchpreis gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen der Branche und ist mit insgesamt 37.500 Euro dotiert: Die siegreiche Person erhält 25.000 Euro, die übrigen Autor*innen der Shortlist jeweils 2.500 Euro.
Christine Wunnicke hat vor "Wachs" bereits mehrere bedeutende queere Romane veröffentlicht, darunter "Die Kunst der Bestimmung" und "Missouri". Bereits im Juli war sie für ihr Lebenswerk mit dem Jean-Paul-Preis ausgezeichnet worden (queer.de berichtete). (cw/dpa)
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