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US-Wahl 2024
Kamala Harris: Kandidatur mit Buttigieg wäre zu riskant gewesen
Der schwule Politiker wäre eigentlich ihre erste Wahl gewesen, behauptet die Demokratin, die aber Zweifel am Erfolg eines gemeinsamen Tickets gehabt habe.

Hätten sie gemeinsam eine Chance gehabt? Harris und Buttigieg mit Bildern aus ihren Instagram-Accounts
- 19. September 2025, 19:25h 2 Min.
Die im letzten Jahr gegen Donald Trump unterlegene Präsidentschaftskandidatin der Demokraten, Kamala Harris, behauptet in ihrem in der nächsten Woche erscheinenen Buch, sie hätte am liebsten Pete Buttigieg als Running Mate gehabt. Doch in den Memoiren "107 Days" räumt die ehemalige Vizepräsidentin ein, dass die Idee, eine Schwarze Frau und einen offen schwulen Mann auf die selbe Kandidatur zu setzen, ihrer Meinung nach "ein zu großes Risiko" gewesen sei.
"Ich liebe Pete", schreibt Harris in einem vorab bekannt gewordenen Auszug. "Ich arbeite sehr gerne mit Pete zusammen. Er und sein Mann Chasten sind meine Freunde. Aber wir hatten Amerika schon viel abverlangt: eine Frau zu akzeptieren, eine Schwarze Frau, eine Schwarze Frau, die mit einem jüdischen Mann verheiratet ist. Ein Teil von mir wollte sagen: Scheiß drauf, lass es uns einfach tun. Aber da ich wusste, was auf dem Spiel stand, war es ein zu großes Risiko. Und ich glaube, Pete wusste das auch – zu unserem beiderseitigen Bedauern."
Buttigieg wäre der ideale Vize-Kandidat gewesen, "wäre ich ein heterosexueller weißer Mann", so Harris weiter. Sie entschied sich letztlich für Tim Walz – der Gouverneur von Minnesota galt als moderate und beliebte Wahl. Dennoch unterlag das nach dem Verzicht des damaligen Präsidenten Joe Biden spät berufene Duo der republikanischen Kandidatur von Trump und seinem Vize JD Vance.
Buttigieg irritiert über Harris-Äußerungen
Buttigieg zeigte sich indessen "überrascht" von den Äußerungen. "Meine Erfahrung in der Politik zeigt, dass man das Vertrauen der Wähler hauptsächlich dadurch gewinnt, was man ihrer Meinung nach für ihr Leben tun kann, und nicht durch Kategorien", sagte der ehemalige Bürgermeister von South Bend, Indiana, und spätere Verkehrsminister gegenüber "Politico".
"Man muss den Wählern einfach das präsentieren, was man für sie tun kann", so Buttigieg weiter. "In der Politik geht es darum, was wir für die Menschen erreichen können, und nicht um diese anderen Dinge." Bedenken hinsichtlich seiner sexuellen Orientierung seien zudem "kein Thema, über das wir jemals gesprochen haben".
Der 43-Jährige gilt als redegewandt und beliebt und machte selbst in Interviews mit rechten Propagandasendern wie "Fox News" eine gute Figur. In einer Umfrage im Sommer unter Demokraten für die nächste Präsidentschaftswahl holte er mit 16 Prozent knapp den Spitzenplatz vor Kamala Harris und Gavin Newsom (queer.de berichtete). (cw)














