Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?55163

Cian Ducrot

Eine der vielversprechendsten Stimmen seiner Generation

Das neue Album "Little Dreaming" des irischen Musikers Cian Ducrot begeistert mit einem umwerfenden, von den 1970er- und 1980er Jahren beeinflussten Sound.


Kein Nachwuchskünstler mehr: Cian Ducrot (Bild: Universal Music)
  • 24. September 2025, 07:25h 2 Min.

Mit seinem Debütalbum "Victory" gelang Cian Ducrot ein bemerkenswerter Einstieg in die Pop-Szene Großbritanniens und Irlands. Die Platte stieg direkt an die Spitze der Charts und brachte dem Musiker eine Nominierung für seinen ersten Grammy ein. Ein Start, der ihn schlagartig aus dem Kreis der Nachwuchskünstler herauskatapultierte und in die Riege der vielversprechendsten Stimmen seiner Generation stellte.

Bedeutung haben Reichtum, Schönheit oder Erfolg ohne Liebe


"Little Dreaming" ist als LP, CD und digital erschienen

Das nun erschienene zweite Album "Little Dreaming" (Amazon-Affiliate-Link ) knüpft nicht nur an diesen Erfolg an, sondern erweitert ihn um eine neue künstlerische Dimension. Inspiriert von den Sounds der 70er- und 80er-Jahre entfaltet sich ein Werk, das gleichermaßen nostalgisch wie gegenwärtig klingt. Ducrot nutzt vertraute Popstrukturen, um darin seine persönliche Reise der Selbstsuche und Selbstbehauptung zu verankern. In seinen Texten bleibt er bewusst ungeschönt, öffnet Räume für Verletzlichkeit und rückt damit Themen in den Mittelpunkt, die in einer oft auf Oberflächen fixierten Branche allzu leicht überhört werden.

Die musikalische Spannbreite reicht von leichteren, verspielten Popmomenten bis zu intensiven Balladen. Besonders deutlich wird dieser Kontrast in "What About Love". Der Song beginnt reduziert am Piano, erinnert zunächst an Elton John und steigert sich zu einer hymnischen Ballade, die stadiontaugliche Größe entwickelt. Im Zentrum steht eine einfache, aber existenzielle Frage: Welche Bedeutung haben Reichtum, Schönheit oder Erfolg ohne Liebe? Für den 27-Jährigen spiegelt das Stück die Auseinandersetzung mit den frühen Phasen seines Ruhms wider – und zugleich den Versuch, jenseits äußerer Ablenkungen aufrichtig zu bleiben.

Direktlink | Cian Ducrot mit "Little Dreaming"
Datenschutz-Einstellungen | Info / Hilfe

Auch die übrigen Titel zeichnen ein vielschichtiges Bild. "Kiss And Tell" lehnt sich an irische Folk-Traditionen an und knüpft so an Ducrots musikalische Herkunft an. "My Best Friend" erzählt in rauen Tönen von Verlust und Abschied, während "Hallelujah" seine Stimme auf ein fast theatralisches Niveau hebt. Den Schlusspunkt setzt "See It To Believe It", ein Stück, das mit Queen-inspirierten Rock- und Funk-Elementen ein energetisches, beinahe triumphales Finale bildet.

"Little Dreaming" wirkt dadurch wie ein bewusstes Statement: ein Album, das persönliche Erfahrung in große Pop-Gesten übersetzt und dennoch den intimen Kern nicht aus den Augen verliert. In einer Musikwelt, die zunehmend von schnellen Trends dominiert wird, positioniert sich Ducrot als Künstler, der die eigene Verletzlichkeit nicht scheut – und sie stattdessen als kreative Stärke begreift. (dd/pm)

Informationen zu Amazon-Affiliate-Links:
Dieser Artikel enthält Links zu amazon. Mit diesen sogenannten Affiliate-Links kannst du queer.de unterstützen: Kommt über einen Klick auf den Link ein Einkauf zustande, erhalten wir eine Provision. Der Kaufpreis erhöht sich dadurch nicht.

-w-