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Muse großer Regisseure
Ikone des Kinos: Claudia Cardinale ist tot
- 24. September 2025, 09:58h 2 Min.

Claudia Cardinale in Luchino Viscontis "Rocco und seine Brüder" (Bild: Sunset Boulevard / Corbis Historical / wikipedia)
Die Filmwelt trauert um eine ihrer größten Ikonen: Claudia Cardinale ist tot. Die französisch-italienische Schauspielerin, die mit Filmen wie "Der Leopard" oder "Spiel mir das Lied vom Tod" Kinogeschichte schrieb, verstarb am Dienstag im Alter von 87 Jahren nahe Paris, berichtet unter anderem der französische Auslandssender France 24 unter Berufung auf ihren Agenten Laurent Savry. Sie sei "im Beisein ihrer Kinder" gestorben.
Am 15. April 1938 in der Nähe von Tunis als Tochter einer Französin und eines Sizilianers geboren, öffnete Cardinale ihre außergewöhnliche Schönheit schon früh die Türen zur Filmwelt. Bereits als Teenagerin wurde sie bei einem Schönheitswettbewerb entdeckt, zur "Schönsten Italienerin von Tunis" gekürt und erregte so beim Filmfest in Venedig die Aufmerksamkeit der Filmwelt.
Cardinale arbeitete u.a. mit Luchino Visconti
Nach einigen Rollen in italienischen Produktionen der späten 1950er Jahre gelang ihr der Durchbruch, als die großen Meister des italienischen Kinos auf sie aufmerksam wurden. Der schwule Regisseur Luchino Visconti (1906-1976) holte sie für "Rocco und seine Brüder" (1960) und "Der Leopard" (1963) vor die Kamera. Federico Fellini vertraute ihr Rollen in mehreren seiner Werke an, darunter "Achteinhalb" (1963), wo sie als eine der vielen Frauen im Leben des Regisseurs Guido Anselmi (Marcello Mastroianni) unvergessliche Szenen schuf. Unter anderem wegen ihrer starken Frauenrollen und campen Momenten wurden ihre Filme seit den Achtzigerjahren bei queeren Filmfestivals in Retro-Reihen gezeigt.
Auch in der US-Komödie "Der rosarote Panther" spielte sie an der Seite von Peter Sellers' Inspektor Jacques Clouseau und schaffte so schon früh den Sprung nach Hollywood. Doch es war Sergio Leone, der ihr mit "Spiel mir das Lied vom Tod" (1968) eine ihrer ikonischsten Rollen verschaffte – als eigenständige Frau Jill McBain, die sich nach dem Tod ihres Mannes im Wilden Westen gegen hartgesottene Männer durchsetzen und ihre Rechte verteidigen muss. Ein Klassiker nicht nur des Western-Genres.
"Sie hinterlässt uns das Erbe einer freien und inspirierten Frau, sowohl als Mensch als auch als Künstlerin", würdigte ihr Agent die Verstorbene. (spot/cw)
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