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"Errungenschaften werden zurückgefahren"

Berlin: GEW kritisiert Kürzungen bei queeren Bildungsprojekten

  • 25. September 2025, 15:04h 2 Min.

GEW-Chef Gökhan Akgün redet der Berliner Stadtregierung ins Gewissen (Bild: GEW Berlin)

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat am Dienstag die geplanten Kürzungen des Berliner Senats bei queeren Bildungsprojekten scharf kritisiert: "Die Projekte sind übernachgefragt, die Träger hochkompetent und seit Jahrzehnten verlässlich. Sie tragen dazu bei, Schüler*­innen persönlich zu stärken, Diskriminierung abzubauen und Akzeptanz zu fördern. Wer hier kürzt, handelt fahrlässig", betonte der GEW-Landesvorsitzende Gökhan Akgün.

Besonders brisant sei, dass CDU und SPD im Koalitionsvertrag im Kapitel Regenbogen­hauptstadt zugesagt hätten, die Landes-Initiative für Selbst­bestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt weiterzuentwickeln und finanziell zu stärken. Nun drohe das Gegenteil: "Berlin war hier Vorreiter für ganz Deutschland", so Akgün. "Wenn ausgerechnet hier diese Errungenschaften zurückgefahren werden, senden wir ein fatales Signal auch über Berlin hinaus – und bestärken diejenigen, die queere Bildungsarbeit von Anfang an bekämpft haben."

"Der Schaden, der angerichtet wird, ist riesig"

Die GEW fordert daher gemeinsam mit der AG Schwule Lehrer den Senat auf, die geplanten Kürzungen in der queeren Bildung vollständig zurückzunehmen, stattdessen in diese Arbeit zu investieren und damit den Koalitionsvertrag einzuhalten. "Es geht hier nicht um große Summen – aber der Schaden, der angerichtet wird, ist riesig. Berlin darf nicht an seiner eigenen Vorreiterrolle scheitern", so Akgün.

Bereits seit Monaten protestieren queere Organisationen geplante Kürzungen im Doppelhaushalt 2026/27, etwa bei der trans und inter Beratung der Schwulenberatung (queer.de berichtete). (cw)

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