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Queeres Kino als Schlüssel zum gesellschaftlichen Wandel

32. Queer Film Festival Karlsruhe

Queere Geschichten auf großer Leinwand, gesellschaftliche Debatten im Theater und eine rauschende Party zum Auftakt: Die PRIDE PICTURES bringen vom 18. bis 26. Oktober 2025 queeres Kino und Kultur nach Karlsruhe.


Mit Bürgermeister Dr. Albert Käuflein und Schirmherr Alistair Hudson wird am 19. Oktober in der Kinemathek der brasilianische Film "Ato Noturno" vorgestellt
  • 27. September 2025, 08:11h 3 Min.

Vom 18. bis 26. Oktober 2025 verwandelt sich Karlsruhe erneut in ein Zentrum queerer Filmkultur. Die PRIDE PICTURES – das Queer Film Festival Karlsruhe – gehen in ihre 32. Ausgabe und laden dazu ein, queere Geschichten, Perspektiven und Talente zu entdecken. Das Festival versteht sich dabei nicht nur als eine Bühne für internationale Filmkunst, sondern als Plattform, die Sichtbarkeit schafft, Diskussionen anstößt und die Vielfalt der Community feiert.

Bereits am 18. Oktober beginnt das Festival mit einer großen Pre-Opening-Party in der Alten Hackerei, bevor am 19. Oktober in der Kinemathek die offizielle Eröffnung gefeiert wird. Mit Bürgermeister Dr. Albert Käuflein und Schirmherr Alistair Hudson auf der Bühne wird der brasilianische Film "Ato Noturno" vorgestellt, der von den Regisseuren Marcio Reolon und Filipe Matzembacher realisiert wurde und die Richtung für das weitere Programm vorgibt: künstlerisch anspruchsvoll, gesellschaftlich relevant und emotional berührend.

Fragen nach Solidarität, Sichtbarkeit und Empowerment


Poster zum Filmfestival

Die Festivalwoche bietet einen breiten Querschnitt aktueller queerer Filmproduktionen. Neben gefeierten Berlinale- und Cannes-Gewinnern wie "Lesbian Space Princess", "Oslo Stories: Träume" oder "La Petite Dernière" stehen auch Filme wie "Drive Back Home" mit Alan Cumming auf dem Spielplan. Ergänzt wird das Programm durch die Kurzfilmreihen "Es knistert" und "Welt in Aufruhr", die unterschiedliche Facetten queeren Lebens beleuchten und dabei sowohl intime als auch politische Perspektiven eröffnen. Am 25. Oktober findet die Verleihung des PRIDE PICTURES PRISM Awards statt, mit dem herausragende queere Kurzfilme ausgezeichnet werden und die künstlerische Vielfalt der Community besondere Anerkennung erfährt.

Doch die PRIDE PICTURES sind weit mehr als Kino. Am 22. Oktober wird im Jungen Staatstheater beim Podiumsgespräch über die Zukunft queerer Freiräume in Karlsruhe diskutiert. Vertreter*­innen aus Kultur, Politik und Community sprechen darüber, wie queere Sichtbarkeit trotz knapper Budgets gesichert werden kann und welche gemeinsamen Anstrengungen notwendig sind, um die Stadt auch in Zukunft als weltoffenen Ort für alle zu gestalten. Dieser Austausch zeigt deutlich, dass das Festival auch eine gesellschaftliche Verantwortung übernimmt und Fragen nach Solidarität, Sichtbarkeit und Empowerment in den Mittelpunkt stellt.

Brücken zwischen Kulturen und Lebensrealitäten schlagen

Die Motivation des Festivals bleibt dabei unverändert: Filmkunst soll nicht nur unterhalten, sondern als Schlüssel zu gesellschaftlichem Wandel wirken. Das Medium Film besitzt die Kraft, Vorurteile abzubauen, Empathie zu fördern und Brücken zwischen Kulturen und Lebensrealitäten zu schlagen. Mit PRIDE PICTURES entsteht so ein Netzwerk, das kreative Begegnungen ermöglicht, Dialoge eröffnet und Gemeinschaft stärkt – innerhalb wie auch über die Grenzen der queeren Szene hinaus.


Ebenfalls im Programm: "Die jüngste Tochter" wurde 2025 mit der Queer Palm ausgezeichnet (Bild: Alamode Film)

Karlsruhe beweist mit diesem Festival einmal mehr, wie lebendig und relevant queere Kultur ist. Wer in diesen Oktobertagen in der Kinemathek, der Schauburg, dem Jungen Staatstheater oder auf der Tanzfläche der Alten Hackerei dabei ist, erlebt nicht nur großartige Filme, sondern auch ein starkes Zeichen für Vielfalt, Sichtbarkeit und Gerechtigkeit. Oder, wie es das Festivalteam selbst formuliert: Gemeinsam können wir die Welt ein Stück bunter und gerechter machen. (dd/pm)

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