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Stichwahlen

NRW: Zwei schwule OBs verteidigen ihre Posten

Der CDU-Politiker Thomas Kufen bleibt Oberbürgermeister von Essen, auch sein SPD-Kollege Felix Heinrichs aus Mönchengladbach gewann die Stichwahl. In Bielefeld verpasste SPD-Kandidat Ingo Nürnberger dagegen den Sieg.


Thomas Kufen (li.) und Felix Heinrichs (Mitte) bleiben Oberbürgermeister, während Ingo Nürnberger in der Stichwahl unterlag (Bild: Mozamaniac / wikipedia, Mozamaniac / wikipedia, SPD Bielefeld)
  • 29. September 2025, 04:53h 2 Min.

Der schwule CDU-Politiker Thomas Kufen bleibt für eine dritte Amtszeit Oberbürgermeister von Essen. Der 52-Jährige bekam bei der Stichwahl am Sonntag 57,07 Prozent der Stimmen, seine Kontrahentin Julia Klewin von der SPD kam auf 42,93 Prozent. Im Wahlkampf hatte der 52-Jährige versprochen, Kurs zu halten – mit Haushaltsdisziplin und gleichzeitig Investitionen etwa in Bildung und öffentliche Sicherheit.

Auch in Mönchengladbach konnte der schwule Rathauschef sein Amt verteidigen: Felix Heinrichs (SPD), der seit fünf Jahren im Amt ist, erhielt bei der Stichwahl 63,56 Prozent aller gültigen Stimmen. Für seinen Konkurrenten Christof Wellens (CDU) votierten 36,44 Prozent.

In Bielefeld unterlag der schwule SPD-Kandidat Ingo Nürnberger jedoch der CDU-Politikerin Christiana Bauer, die in der Stichwahl auf 51,38 Prozent kam. Der bisherige Sozial- und Integrationsdezernent konnte nur 48,62 Prozent der Stimmen auf sich vereinen.

Zwei schwule OBs bereits im ersten Wahlgang gewählt

Die Stichwahlen waren erforderlich, weil bei der Kommunalwahl vor zwei Wochen in diesen Städten kein*e OB-Kandidat*in auf Anhieb die absolute Mehrheit erzielte. Bereits im ersten Wahlgang am 14. September wurde der schwule SPD-Politiker Marc Herter als Oberbürgermeister der Stadt Hamm mit 63,6 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Auch der parteilose schwule Rathauschef von Nottuln Dietmar Thönnes verteidigte sein Amt mit 63,6 Prozent im ersten Wahlgang (queer.de berichtete).

Die befürchtete "blaue Welle" blieb aus

Die Grünen gewannen zwar erstmals den Oberbürgermeister-Posten in der Universitätsstadt Münster, müssen aber die OB-Sessel in Bonn und Aachen räumen und unterlagen auch mit ihrer Kandidatin Berivan Aymaz in der LGBTI-Metropole Köln. Dort setzte sich der SPD-Politiker Torsten Burmester durch.

Die befürchtete "blaue Welle" in NRW blieb auch bei den Stichwahlen aus. Die AfD, die bei den Kommunalwahlen vor zwei Wochen ihr Ergebnis auf 14,5 Prozent fast verdreifachen konnte, brachte keinen ihrer drei Kandidaten in Duisburg, Gelsenkirchen und Hagen durch. (cw/dpa)

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