https://queer.de/?55235
Zerrüttetes Verhältnis
Trans Rechte: J.K. Rowling wütet gegen Emma Watson
Nachdem Emma Watson versöhnliche Töne angeschlagen hatte, kontert J.K. Rowling mit einer transfeindlichen Tirade. Die 60-Jährige wirft der ehemaligen "Harry Potter"-Hauptdarstellerin "Zerstörung von Frauenrechten" vor.

Eine transfeindliche Extremistin bleibt sich treu: J.K. Rowling (li.) wirft Emma Watson "Zerstörung von Frauenrechten" vor (Bilder: IMAGO / Landmark Media, IMAGO / SGPItalia)
- 30. September 2025, 08:36h 2 Min.
"Harry Potter"-Autorin J.K. Rowling hat im Streit um die Rechte von trans Menschen heftig gegen Emma Watson (35) ausgeteilt. Die einstige Darstellerin der Zauberschülerin Hermine habe "so wenig Erfahrung vom echten Leben, dass sie nicht merkt, wie ignorant sie ist", schrieb die 60-Jährige in einem Post beim Kurznachrichtendienst X.
/ jk_rowlingI'm seeing quite a bit of comment about this, so I want to make a couple of points.
J.K. Rowling (@jk_rowling) September 29, 2025
I'm not owed eternal agreement from any actor who once played a character I created. The idea is as ludicrous as me checking with the boss I had when I was twenty-one for what opinions I should https://t.co/c0pz19P7jc
Watson und andere Kinderstars aus der "Harry Potter"-Filmreihe wie Potter-Darsteller Daniel Radcliffe (36) hatten sich schon vor Jahren von Rowling wegen deren transfeindlichen Äußerungen distanziert. Die Schriftstellerin führt auf sozialen Medien einen regelrechten Kreuzzug gegen Aktivist*innen für die Rechte von trans Menschen, weil sie darin eine Gefahr für Frauenrechte sieht. Sie selbst wurde dafür teils zum Ziel von Hassnachrichten und Gewaltandrohungen.
Rowling greift das Friedensangebot nicht auf
Kürzlich äußerte sich Watson jedoch versöhnlich. In einem Podcast sagte sie über das Zerwürfnis mit Rowling: "Ich glaube, es ist mein tiefster Wunsch, dass Menschen, mit denen ich nicht einer Meinung bin, mich lieben und ich sie weiterhin lieben kann" (queer.de berichtete).
Doch Rowling griff das Friedensangebot nicht auf. Sie sieht darin eher Opportunismus, wie sie deutlich machte. Dies sei "eine Kehrtwende, die sie vermutlich vollzogen hat, weil sie bemerkt hat, dass eine lautstarke Verurteilung meiner Person nicht mehr ganz so angesagt ist wie früher", behauptete Rowling.
Sie selbst sei mit 14 Jahren noch keine Multimillionärin gewesen, schrieb die Bestseller-Autorin über ihre eigene Person. "Ich verstehe daher durch meine Lebenserfahrungen, was die Zerstörung von Frauenrechten, an der sich Emma so enthusiastisch beteiligt hat, für Frauen und Mädchen ohne ihre Privilegien bedeutet". Watson werde "nie in ein gemischtes Krankenhauszimmer verlegt" werden oder sich in der "gemischten Umkleidekabine" eines öffentlichen Schwimmbads umziehen müssen.
Emma Watson stehe es frei, anderer Meinung zu sein und ihre Gefühle öffentlich zu äußern. Aber Rowling habe dasselbe Recht, und sie habe sich nun entschieden, es wahrzunehmen. (cw/AFP/dpa/spot)














