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Israel

Queeres Filmfestival Tel Aviv ehrt Debra Messing und Dana International

Die "Will & Grace"-Ikone Debra Messing und der trans ESC-Star Dana International sind beim queeren Filmfestival in Tel Aviv dabei – und werden für ihr Engagement sowohl für die queere Community als auch für Israel geehrt. Gleichzeitig stellt sich das Festival gegen die Netanjahu-Regierung.


Debra Messing (li.) und Dana International werden in Tel Aviv ausgezeichnet (Bild: David Shankbone / wikipedia, Finsent / wikipedia, Daniel Kruczyński / wikipedia)

  • 30. September 2025, 12:24h 2 Min.

Die amerikanische Schauspielerin und Filmproduzentin Debra Messing und der israelische Popstar Dana International werden laut dem Nachrichtenportal Ynet beim 20. Tel Aviv International LGBTQ+ Film Festival (TLVFest) für ihr Engagement für queere Rechte und für Israel ausgezeichnet. Das Festival findet vom 23. Oktober bis 2. November statt.

Dana International, die 1998 als erste und bislang einzige trans Person den Eurovision Song Contest gewonnen hatte, wird einen Sonderpreis während der Eröffnungsfeier erhalten. Damit werden ihr Beitrag für sowohl die israelische als auch die queere Kultur gewürdigt.

Messing ist insbesondere für ihre Hauptrolle in der US-Sitcom "Will & Grace" (1998-2006, 2017-2020) bekannt. Sie erhält einen Sonderpreis während der Abschlusszeremonie. Damit wird sowohl ihr Engagement für LGBTI-Rechte als auch als Unterstützerin von Israel gewürdigt, speziell nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023.

Die 57-Jährige unterzeichnete etwa einen offenen Brief, in dem ein von einigen Filmschaffenden geforderter Boykott der israelischen Filmindustrie abgelehnt wird. Außerdem koproduzierte die jüdische US-Schauspielerin die Dokumentation "October 8 – The Fight for the Soul of America", in dem es um den Hamas-Anschlag und den darauf folgenden Anstieg an Antisemitismus geht.

Filmfestival stellt sich gegen Netanjahu-Regierung

Das Filmfestival betont in einer Erklärung seine Solidarität mit dem "Kampf für Rechte, Freiheit und Gerechtigkeit für palästinensische queere Menschen sowie alle Palästinenser*innen". Dabei kritisiert es auch "Aktionen der israelischen Regierung in Gaza und im Westjordanland".

Außerdem wehrt sich das Festival gegen "Pinkwashing"-Vorwürfe – also die Anschuldigung, die rechte israelische Regierung durch ihre schiere Existenz zu legitimieren. "Die Existenz von TLVFest leistet vielmehr Widerstand gegen die homophoben, rassistischen und frauenfeindlichen Teile der Knesset – und das sagen wir offen und stolz", heißt es in der Erklärung. "Wir werden auch weiterhin mit palästinensischen Filmemachern zusammenarbeiten, die daran Interesse zeigen, friedlich zusammenzuleben, und einen toleranteren und offeneren Nahen Osten für Israelis und Palästinenser aufzubauen." (dk)

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