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Aussage zu Charlie Kirk und Homosexualität

ZDF-Journalist Theveßen gibt Fehler zu und bittet um Entschuldigung

Nach dem Tod des rechtsextremen und queerfeindlichen Aktivisten Charlie Kirk geriet auch ein prominenter deutscher Journalist in Bedrängnis. Nun nimmt Elmar Theveßen zu einer umstrittenen Aussage Stellung.


Elmar Theveßen entschuldigt sich (Bild: ZDF / Andreas Reeg)
  • 2. Oktober 2025, 09:52h 2 Min.

Der US-Korrespondent des ZDF, Elmar Theveßen, hat einen Fehler in seiner Berichterstattung über den ermordeten rechtsextremen Aktivisten Charlie Kirk zugegeben. "Das, was ich gesagt habe, hat er so nicht gesagt. Deswegen war es falsch und deshalb entschuldige ich mich auch", sagte Theveßen im ZDF-Podcast "Der Trump-Effekt".

Unter anderem hatte der Journalist in einer Folge des Podcasts und in der ZDF-Sendung "Markus Lanz" über den erschossenen Kirk gesagt, dieser habe sich dafür ausgesprochen, dass Homosexuelle gesteinigt werden müssten. "Das war erstens verkürzt, und durch die Verkürzung war es falsch", sagte Theveßen.

Kirk habe sich auf die Bibel bezogen, erläuterte er. An der entsprechenden Stelle im Buch Levitikus sei zwar von Todesstrafe die Rede, nicht aber von Steinigung. "Das habe ich falsch wiedergegeben", sagte Theveßen. Er bat um Entschuldigung dafür. Zur Begründung des Fehlers erklärte er: "Das hat vielleicht ein Stück weit damit zu tun, wenn man eine Situation hat, wo man eine gewisse Selbstgewissheit mitbringt."

Kirk hasste queere Menschen

Der Aktivist Charlie Kirk, der am 10. September an einer Universität in Utah einem Attentäter zum Opfer gefallen ist, galt als extrem queerfeindlich: So bezeichnete er Homosexualität als "Fehler" oder verglich Schwule mit Alkoholikern und Drogenabhängigen.

/ patriottakes

Infolge des Todes von Charlie Kirk und der Debatte über die Kommentierung des Attentats waren in den USA mehrere Medienleute in Bedrängnis geraten. Auch Theveßen war in den vergangenen Wochen heftiger Kritik aus dem Lager des US-Präsidenten ausgesetzt – unter anderem wegen Bemerkungen über Kirk und Kritik an Trumps stellvertretendem Stabschef. Der frühere US-Botschafter in Berlin und Trump-Vertraute Richard Grenell bezeichnete Theveßen daraufhin als "linksradikal" und forderte, ihm das US-Visum zu entziehen (queer.de berichtete).

In vielen deutschen Medien wird Kirk als "konservativ" beschrieben, andere bezeichnen ihn hingegen als rechtsextrem, dazu gehört etwa der "Spiegel". Das Hamburger Nachrichtenmagazin erläutert seine Einstufung damit, dass Kirk den rechtsextremen Verschwörungsmythen vom "Großen Austausch" und dem angeblich um sich greifenden "Kulturmarxismus" weiterverbreitet habe. "In Deutschland wären vor allem seine rassistischen Äußerungen und die fortwährende Delegitimierung demokratischer Institutionen und Prozesse womöglich ein Fall für den Verfassungsschutz gewesen, so das Fazit des Artikels (Bezahlartikel). (dpa/cw)

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