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Berlin

Neue Attacke auf schwules Anti-Gewalt-Projekt Maneo

Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche wurde das schwule Anti-Gewalt-Projekt Maneo in Berlin angegriffen. Unbekannte zerstörten eine Eingangstür und eine Fensterscheibe.


Archivbild: Eingang zum Anti-Gewalt-Projekt Maneo am Berliner Nollendorfplatz (Bild: Maneo)

Am frühen Freitagmorgen wurde das schwule Anti-Gewalt-Projekt Maneo in Berlin-Schöneberg erneut angegriffen. Wie die Polizei am Mittag mitteilte, beschädigten Unbekannte eine Eingangstür und eine Fensterscheibe.

Gegen 3:40 Uhr alarmierte eine Zeugin die Polizei in die Bülowstraße, nachdem sie lautes Klirren wahrgenommen hatte und zwei Personen aus Richtung des Projekts flüchten sah. Polizeikräfte stellten kurz darauf eine beschädigte Eingangstür und Fensterscheibe fest sowie einen Stein, der offenbar gegen die Scheiben geworfen worden war. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts Berlin hat, wie bei Hass­kriminalität üblich, die Ermittlungen übernommen.

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Bereits am Sonntag wurde Maneo angegriffen

Bereits am vergangenen Sonntag hatte es einen ähnlichen Angriff gegeben, bei dem ebenfalls eine Scheibe des Anti-Gewalt-Projekts am Nollendorfplatz zerstört wurde (queer.de berichtete). Nach Angaben von Maneo gab es in den vergangenen Wochen eine Häufung von Vorfällen. So sei die Eingangstür mehrfach beschädigt und das Eingangsschild mutwillig abgerissen worden, heißt es auf der Internetseite. Mitarbeiter seien wiederholt homophob beleidigt und bedroht worden

Maneo, ein Projekt von Mann-o-Meter, bietet seit Jahrzehnten Opferhilfe und Gewaltprävention für schwule Männer und andere queere Menschen. Die Initiative wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem von der Bundeszentrale für politische Bildung.

Immer wieder gibt es aus Berlin Berichte über LGBTI-feindliche Übergriffe, da die Landespolizei mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt publik macht und diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit meldet. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner*innen für queere Menschen. (cw/dpa/pm)

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