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Vor Veröffentlichung des Albums "Mut zur Liebe"
"AnNas Eltern äußerten den Wunsch, dass die Songs wie geplant veröffentlicht werden sollen"
Manne Uhlig, der langjähriger Kreativpartner der verstorbenen Rosenstolz-Sängerin AnNa R., spricht über das posthume Album "Mut zur Liebe" und ihre letzten Pläne.

Manne Uhlig arbeitete jahrelang mit der im Frühjahr verstorbenen Rosenstolz-Sängerin AnNa R. zusammen (Bild: Universal Music / Mike Auerbach)
- 7. Oktober 2025, 15:49h 2 Min.
Mehr als ein halbes Jahr nach dem Tod der früheren Rosenstolz-Sängerin AnNa R. erscheint am Freitag ihr posthumes Album "Mut zur Liebe" (Amazon-Affiliate-Link ). Ihr langjähriger Kreativpartner Manfred "Manne" Uhlig hat das Werk fertiggestellt und spricht im exklusiven Interview des Nachrichtenportals "Web.de News" über die emotionale Herausforderung. "Das ist immer noch nicht vollumfänglich bei mir angekommen. Nach der ersten Schockstarre bin ich relativ schnell in einen Zustand des Funktionierens übergangen, um in ihrem Sinne weiterzuarbeiten", sagte Uhlig, der Schlagzeuger von AnNas Band Gleis 8 gewesen ist. "Dennoch saß ich in den ersten Tagen und Wochen nach ihrem Tod häufig im Tonstudio und dachte, dass sie jeden Moment zur Tür hineinkommen würde.
Die Entscheidung, das Album zu veröffentlichen, sei gemeinsam mit AnNa R.s Familie getroffen worden. "Zum einen hatten ihr Manager Frank Wiedemann und ich das Gefühl, dass es in ihrem Sinne gewesen wäre. Zum anderen – und das war am Ende ausschlaggebend – äußerten auch AnNas Eltern den Wunsch, dass die Songs wie geplant veröffentlicht werden sollen", erklärte Uhlig.
"Sie wollte uns und sich selbst musikalisch nie einschränken"

Das Cover von Anna R.s letztem Album
Vor ihrem Tod im Alter von 55 Jahren befand sich die Künstlerin laut Uhlig in einer kreativen Hochphase. "Wir alle spürten eine Aufbruchstimmung und die Neugierde auf das, was noch kommen sollte. Wir sprachen auch schon über das nächste Album", sagte er. Die Zusammenarbeit sei bis zum Schluss davon geprägt gewesen, "immer alles machen zu dürfen. Sie wollte uns und sich selbst musikalisch nie einschränken". Einige Texte des Albums thematisieren auch die Vergänglichkeit: "Tatsächlich wurde der Tod in einigen Texten dieses Albums zum Thema gemacht – immer wieder aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Ich weiß aber ganz sicher, dass es nie als Vorahnung oder gar als Abschied gemeint war."
Am Sonntag und Montag (12./13. Oktober) finden in der Berliner Columbiahalle zwei Gedenkkonzerte unter dem Motto "Mut zur Liebe – Ein Abend für AnNa R." statt. "Wir wollen einfach nochmal gemeinsam mit den Fans AnNas Leben und Lieder feiern. Es werden verschiedene Gäste und Wegbegleiter jeweils einen ihrer Songs interpretieren", kündigte Uhlig an. Für ihn selbst sei die berufliche Zukunft nach dem Verlust seiner langjährigen künstlerischen Partnerin noch offen: "Klar ist, dass diese Zusammenarbeit mit AnNa nicht zu ersetzen ist. Wir haben jahrelang aus einer Freundschaft heraus miteinander Musik gemacht. Ich werde mich neu sammeln müssen." (pm/cw)














