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Lesbischer Sex und schwule Liebe

"Play Boy" und "Öffnet sich der Himmel" für "Spiegel Buchpreis" nominiert

Der neue "Spiegel Buchpreis" prämiert Belletristik, die im Jahr 2025 auf dem deutschen Markt erschienen ist – unter den 20 nominierten Büchern sind auch zwei queere Romane.


Die 20 nominierten Bücher (Bild: Spiegel)

  • 9. Oktober 2025, 08:40h 3 Min.

Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" ruft einen neuen Literaturpreis ins Leben. Der "Spiegel Buchpreis" prämiert Belletristik, die im Jahr 2025 auf dem deutschen Markt erschienen ist, hieß es in einer Mitteilung. Dabei werden auch Übersetzungen internationaler Autor*innen berücksichtigt. Der Preis ist undotiert, verspricht aber viel Publicity.

"Der Krieg in der Ukraine, lesbischer Sex, libanesische Raketenprogramme, der Dschungel, die Malaisen von Mittelstands-Berlinern – die besten Bücher des Jahres öffnen auf ihre je eigene Art einen neuen Blick auf unsere Gegenwart", hieß es von der Preisjury in einer Mitteilung zur Liste der 20 nominierten Bücher. Mit "Play Boy", dem ersten Teil einer Roman-Trilogie der französischen Schriftstellerin Constance Debré, und dem schwulen Liebesroman "Öffnet sich der Himmel" von Seán Hewitt, sind auch zwei queere Titel in der Liste.

Am 20. November werden die ersten drei Plätze bekanntgegeben

Die Mitglieder der siebenköpfigen Jury kommen unter anderem aus der Wissenschaft, dem Verlagswesen oder dem Journalismus. Die Platzierungen der nominierten Bücher werden ab dem 3. November täglich und aufsteigend veröffentlicht. Am 20. November werden die ersten drei Plätze bekanntgegeben.

"Spiegel"-Chefredakteur Dirk Kurbjuweit sagt: "Beim "Spiegel Buchpreis" wählt die Jury zwischen deutschen und internationalen Neuerscheinungen aus. Das ist in dieser Dimension ein neuer Wettbewerb für Deutschland, der auch ein Schlaglicht auf das Niveau der deutschsprachigen Literatur werfen wird." (cw/dpa)

Die 20 nominierten Titel für den Spiegel Buchpreis 2025

● Natasha Brown, Von allgemeiner Gültigkeit, über­setzt von Eva Bonné (Suhrkamp)
● Kamel Daoud, Huris, über­setzt von Holger Fock und Sabine Müller (Matthes & Seitz)
● Constance Debré, Play Boy, über­setzt von Max Henninger (Matthes & Seitz)
● Dorothee Elmiger, Die Holländerinnen (Hanser)
● Percival Everett, Dr. No, über­setzt von Nikolaus Stingl (Hanser)
● Verena Güntner, Medulla (DuMont)
● Sebastian Haffner, Abschied (Hanser)
● Seán Hewitt, Öffnet sich der Himmel, über­setzt von Stephan Kleiner (Suhrkamp)
● Pierre Jarawan, Frau im Mond (Berlin Verlag)
● Mieko Kawakami, Das gelbe Haus, über­setzt von Katja Busson (DuMont)
● Rachel Kushner, See der Schöpfung, über­setzt von Bettina Abarbanell (Rowohlt)
● Jonas Lüscher, Verzauberte Vorbestimmung (Hanser)
● Thomas Melle, Haus zur Sonne (Kiepenheuer & Witsch)
● Scholastique Mukasonga, Sister Deborah, über­setzt von Jan Schönherr (Claassen)
● Leif Randt, Let's talk about feelings (Kiepenheuer & Witsch)
● Yasmina Reza, Die Rückseite des Lebens, über­setzt von Claudia Hamm (Hanser)
● Irene Solà, Ich gab dir Augen, und du blicktest in die Finsternis, über­setzt von Petra Zickmann (S. Fischer)
● Szczepan Twardoch, Die Nulllinie.Roman aus dem Krieg, über­setzt von Olaf Kühl (Rowohlt Berlin)
● Benjamin Wood, Der Krabbenfischer, über­setzt von Werner Löcher-Lawrence (DuMont)
● Feridun Zaimoglu, Sohn ohne Vater (Kiepenheuer & Witsch)
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