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Mordfall
"Aktenzeichen XY": Wer hat Yves Seigel erstochen?
Ein schwuler, fast blinder 50-Jähriger wurde im Mai in seiner Wohnung in Berlin mit mehreren Messerstichen getötet. Weder Täter noch Motiv sind bislang klar. Doch es gibt eine Vermutung.

Yves Seigel wurde brutal erstochen in seiner Wohnung in Berlin-Reinickendorf gefunden (Bild: Kripo Berlin)
- 9. Oktober 2025, 10:22h 2 Min.
Die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY" thematisierte am Mittwoch den Mord an einem schwulen Berliner. Yves Seigel wurde am 23. Mai 2025 in seiner Wohnung im Bezirk Reinickendorf tot aufgefunden. Er wurde erstochen. Zum Zeitpunkt seiner Ermordung war er fast vollständig erblindet und aufgrund einer Sehbehinderung auf Hilfe angewiesen.
Acht Tage lag die Leiche des 50-Jährigen unentdeckt in seiner Wohnung in der Breitkopfstraße 92. Ein ermittlungserschwerender Umstand, denn die Auswertung von Funkzellen ist so lange nach der Tat aufgrund gesetzlicher Bestimmungen nicht mehr möglich.
Hinweise auf Beziehungstat

Ein solches Handy ist verschwunden, nachdem Yves Seigel erstochen wurde (Bild: ZolHaj / CC BY-SA 3.0)
Auch das Mobiltelefon des Opfers ist verschwunden. Yves Seigel besaß ein Nokia 100 Tastenhandy. Das LKA Berlin geht davon aus, dass der Täter es mitgenommen hat, um seine eigenen Spuren zu verwischen. Das Motiv ist noch nicht abschließend geklärt, allerdings spricht einiges für eine Beziehungstat.
Auch ein sexueller Hintergrund wird nicht ausgeschlossen. Yves Seigel war homosexuell und könnte nach Angaben von "Aktenzeichen XY" in der Vergangenheit immer wieder Sexarbeiter in seine Wohnung eingeladen haben.
Zeug*innen gesucht
Das Landeskriminalamt (LKA) Berlin sucht nun Zeug*innen:
● Wer weiß, was mit Yves Seigel nach seinem letzten Lebenszeichen am 15. Mai 2025 passiert ist?
● Wen hat er getroffen?
● Mit wem hat er sich möglicherweise bereits in der Vergangenheit gestritten oder zu sexuellen Verabredungen getroffen?
● Wo wurde das Mobiltelefon von Yves Seigel nach dem 15. Mai gesehen oder möglicherweise entsorgt?
Hinweise nimmt das LKA unter der Telefonnummer (030) 46 64-0 entgegen. (cw/pm)













