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Landgericht Konstanz

Zugestochen und Leber herausgeschnitten – um hetero zu werden

Weil er geglaubt haben soll, ein anderer Mann könne nach dem Sex seine Gedanken lesen, soll ein 50-Jähriger ihn im Wahn mit 72 Messerstichen getötet haben. Nun steht er in Konstanz vor Gericht.


Symbolbild: Für das Verfahren am Landgericht Konstanz sind fünf Verhandlungstage angesetzt (Bild: wikipedia / Waugsberg)

  • 13. Oktober 2025, 05:09h 1 Min.

Weil er einen Mann mit 72 Messerstichen getötet haben soll, steht ein 50-Jähriger von Montag (9 Uhr) an vor dem Landgericht Konstanz. Der Mann mit jordanischer Staatsbürgerschaft soll im Wahn gehandelt haben. Weil die Staatsanwaltschaft von Schuldunfähigkeit ausgeht, handelt es sich um ein Antragsverfahren, bei dem es um die Unterbringung in einer Psychiatrie geht.

Die Tat soll sich im Januar dieses Jahres in der Konstanzer Wohnung des Opfers im Viertel Pfeiferhölzle abgespielt haben. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft glaubte der Beschuldigte, der 36-Jährige könne seine Gedanken lesen, nachdem beide zuvor sexuellen Kontakt hatten.

Der Angeklagte wollte sich von seinem Schwulsein "befreien"

Um – so der Vorwurf – "wieder über seine eigenen Gedanken verfügen" zu können, soll der Mann versucht haben, die Leber des Opfers herauszuschneiden, um sie zu verzehren. Außerdem habe er gehofft, sich durch die Tat von seiner Homosexualität zu "befreien".

Für das Verfahren sind fünf Verhandlungstage angesetzt. Zwölf Zeug*innen und zwei Sachverständige wurden laut Gericht geladen. Ein Urteil könnte Ende Oktober fallen. (cw/dpa)