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  • 08. September 2006 6 1 Min.

Frankfurt (queer.de) - Der Opernregisseur, Hochschullehrer und Homo-Aktivist Prof. Dr. Andreas Meyer-Hanno verstarb gestern nach schwerer Krankheit in Frankfurt am Main. Der 1932 als Sohn einer jüdischen Pianistin und eines kommunistischen Schauspielers in Berlin Geborene wurde 74 Jahre alt. Meyer-Hanno war an der Oper Wuppertal, bei den Staatstheatern in Karlsruhe und Braunschweig tätig, 1976 erfolgte der Ruf auf eine Professur an die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst nach Frankfurt. Seit 1973 engagierte sich Meyer-Hanno für die Schwulenbewegung. Auf seine Initiative geht auch das 1994 errichtete deutschlandweit erste "Mahnmal Homosexuellenverfolgung" in Frankfurt am Main zurück. 1991 stiftete er sein Vermögen der "Hannchen-Mehrzweck-Stiftung", die lesbische und schwule Emanzipationsprojekte unterstützt. Meyer-Hanno ist seit 1993 Träger der Römerplakette der Stadt Frankfurt am Main und des Osnabrücker Preises Rosa Courage". Am 15. Dezember 2000 verlieh ihm Bundespräsident Johannes Rau für sein Lebenswerk das Bundesverdienstkreuz. (pm)

-w-

#1 .Anonym
#2 Axel BerlinAnonym
  • 08.09.2006, 22:34h
  • Die aber am Ziel sind, haben den Frieden.
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#3 rudolfAnonym
  • 09.09.2006, 11:14h
  • Traurig ist auch, daß jetzt so langsam eine Generation von Schwulen den Weg alles Irdischen geht, die noch ein hohes Bildungsniveau mit einem klaren politischen Bewußtsein verband.

    Wenn sich unter uns Jüngeren oder den ganz Jungen so umsieht, wird man skeptisch, ob wir angesichts der großen Herausforderungen des (inter-)religiösen Fundamentalismus unsere mühsam erworbenen Freiheit und Rechte auf die Dauer verteidigen können. Mit blankem Hedonismus und Anpasserei geht das jedenfalls nicht...
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