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Wegen transphober Autorin

Manchester: 50 Prozent Rabatt bei Entfernung von Harry-Potter-Tattoos

Ein Spezialist für Tattooentfernung in England bietet seinen Kund*innen einen 50-Prozent-Rabatt, sollten sie ihre Harry-Potter-Tätowierungen loswerden wollen. Denn: "100 Prozent der queeren Menschen bereuen ihre Harry-Potter-Tattoos".


Wer will sein Harry-Potter-Tattoo loswerden? (Bild: Natalie Schneider / flickr)

  • 22. Oktober 2025, 15:33h 2 Min.

Die Tattooentfernungs-Klinik "Manchester Laser NQ" hat auf Instagram erklärt, sie biete 50 Prozent Rabatt für die Entfernung von Harry-Potter-Tätowierungen an. Der Grund ist die transfeindliche Haltung der Potter-Autorin J.K. Rowling.

"Etwa 16 Prozent der Menschen bereuen es, sich ein Tattoo stechen gelassen zu haben, weniger als ein Prozent bereuen geschlechts­angleichende Operationen – und 100 Prozent der queeren Menschen bereuen ihre Harry-Potter-Tattoos (letzte Statistik nicht überprüft)", teilte die Einrichtung in der drittgrößten Stadt Englands mit. "Ich hasse J. K. Rowling und alles, was sie getan hat, um die Rechte von trans Personen herabzuwürdigen. Viele von uns sind mit der Liebe zu 'Harry Potter' aufgewachsen, und jetzt wurde das alles zerstört, weil sie die Gewinne nutzt, um ihre Anti-Trans-Agenda zu finanzieren." Deshalb gebe es jetzt für alle den Rabatt "auf die Entfernung von Harry-Potter-Tattoos". Am Ende des Beitrags heißt es in Großbuchstaben: "Trans Rechte sind Menschenrechte".

"Manchester Laser NQ"-Manager El erklärte gegenüber dem queeren Magazin "Attitude": "Die Art, wie J.K. Rowling gegen die Rechte von trans Frauen in diesem Land und der ganzen Welt kämpft und diese Menschen damit beschädigt hat, ist vollkommen ekelhaft. Wie viele queere Menschen haben ich Harry Potter geliebt, als ich jünger war. Jetzt hat das aber seine Magie verloren wegen der Frau, die das geschrieben hat."

Rowling sieht trans Frauen pauschal als Gefahr an

Rowling hatte in den letzten Jahren die Existenz von trans Menschen angezweifelt und trans Frauen beispielsweise als "Männer" oder "Verbrecher" verunglimpft, die die Rechte von "echten" Frauen gefährden würden. Eine trans Paralympionikin bezeichnete 2024 beispielsweise als "Betrüger". Anfang des Jahres stellte sie sich hinter den neuen US-Präsidenten Donald Trump und dessen transfeindliche Politik (queer.de berichtete).

Im August rief Rowling zudem zum Boykott einer britischen Kaufhaus-Kette auf, weil dort auch trans Menschen arbeiten (queer.de berichtete). Erst vor wenigen Wochen startete sie eine Tirade gegen Emma Watson, die einstige Darstellerin der Zauberschülerin Hermine in den acht "Harry Potter"-Filmen. Rowling warf der Schauspielerin wegen deren transfreundlicher Haltung vor, sich an der "Zerstörung von Frauenrechten" zu beteiligen (queer.de berichtete). (cw)

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