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Polizei führte Hausdurchsuchung durch

Schwerer Vorwurf gegen Jurassica Parka

Im Juli durchsuchten laut einem Medienbericht Polizeikräfte die Wohnung der Berliner Dragqueen Jurassica Parka. Es steht der Vorwurf des Besitzes von kinderpornografischen Inhalten im Raum. Die Ermittlungen dauern an.


Gegen Jurassica Parka wird derzeit ermittelt (Bild: IMAGO / Sabine Gudath)
  • 23. Oktober 2025, 11:20h 2 Min.

Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt laut einem Bericht der Boulevardzeitung B.Z. gegen Dragqueen Jurassica Parka. Polizeikräfte hätten demnach Anfang Juli eine Hausdurchsuchung in der Schöneberger Wohnung der Künstlerin durchgeführt im Rahmen von Ermittlungen um kinderpornografisches Material.

"Anfang Juli 2025 durchsuchten Einsatzkräfte der Berliner Polizei im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin die Wohnanschrift des Beschuldigten in Berlin wegen des Verdachts der Verbreitung und des Besitzes von kinderpornografischen Inhalten", teilte die Behörde mit. "Hintergrund war die Meldung der US-amerikanischen Organisation NCMEC an die deutschen Behörden im Zusammenhang mit der im Internet verwendeten IP-Adresse." Das National Center for Missing & Exploited Children (NCMEC) ist eine vom US-Kongress in den Achtzigerjahren gegründete gemeinnützige Organisation, die Fälle von vermissten oder ausgebeuteten jungen Personen untersucht. Ihr senden US-amerikanische Online-Dienste teilautomatisiert Verdachtsfälle von kinderpornografischen Inhalten, die von der Stelle weiter bearbeitet und an internationale Behörden übergeben werden.

Ermittlungen dauern an

Die Staatsanwaltschaft wies darauf hin, dass die Auswertung der Beweismittel noch immer andaure und die Ermittlungen zeigen müssten, "ob sich der derzeitige Tatverdacht tatsächlich bestätigt – oder nicht". Solange gelte die Unschuldsvermutung.

Parka meldete sich am Mittwoch in einem viereinhalbminütigen Video auf Instagram und Facebook in Zivil zu den Vorwürfen. Der Dragkünstler sprach dabei von einem "Ermittlungsverfahren wegen eines mutmaßlichen Online-Vergehens". Die Ermittlungen dauerten an. "Bisher ist es komplett unklar, ob überhaupt eine Anklage erhoben wird", sagte er. Weil es sich um ein laufendes Verfahren handle, könne er sich nicht weiter äußern.

Zudem sprach der Künstler von seiner "Suchterkrankung", mit der er schon vorher offen umgegangen sei. "Das gehört leider zu mir." 2025 und die Jahre zuvor sei eine "Zeit voller Abstürze gewesen", bei denen er "zeitweise die Kontrolle verloren" habe. Er habe daher eine Suchttherapie angefangen und trete "bis auf Weiteres" nicht mehr auf. Zudem beschuldigte er eine namentlich nicht genannte Dragqueen-Kollegin, "Falschinformationen" über ihn gestreut zu haben.

Der 46-Jährige bat darum, nicht vorverurteilt zu werden. Man solle nicht "jeden Scheiß" glauben, "der über mich erzählt wird".

Auf Facebook machten in Kommentaren viele Fans der Dragqueen Mut. Auf X nutzten dagegen viele queerfeindliche Nutzer*innen den Fall, um pauschal Dragqueen-Künstlerinnen als Gefahr darzustellen. (cw)

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