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"Women of the Year"-Award

Badmómzjay: "Ich liebe meine queere Community"

Die Brandenburger Rapperin Badmómzjay wird von "Glamour" als "Gamechanger" geehrt. Im Interview mit dem Magazin spricht die 23-Jährige auch über ihre Bisexualität und Safe Spaces für ihre queeren Fans.


Rapperin Badmómzjay erhält eine Auszeichnung des Magazins "Glamour" (Bild: Niklas Haze)

  • 30. Oktober 2025, 04:29h 3 Min.

Rapperin Badmómzjay (23, "Ohne Dich") wird vom Magazin "Glamour" als "Gamechanger" geehrt. Sie zeige, dass Mut und Verletzlichkeit zusammengehören, teilte die Zeitschrift zur Begründung mit. Sie sprenge Grenzen, zeige Haltung und setze neue Maßstäbe.

Die Künstlerin aus Brandenburg gehöre zu den "einflussreichsten Stimmen des deutschsprachigen Musikbusiness". Badmómzjay, die bürgerlich Jordan Napieray heißt, soll am 14. November bei dem "Women of the Year"-Award in Berlin ausgezeichnet werden. Dort werden Frauen geehrt, die den Zeitgeist prägen und einen Beitrag für die Stärkung der Selbstbestimmung von Frauen leisten.
"Ich weiß, wie schwer es ist, jung zu sein"

Badmómzjay: "Therapie ist nichts Schlimmes"

In Badmómzjays persönlichen Texten geht es oft um Themen wie Selbstliebe, Selbstbestimmung, Sexismus oder eigene Ängste. Besonders wichtig sei ihr das Thema mentale Gesundheit, sagte die Rapperin der "Glamour": "Meine Fans sind sehr jung, und ich weiß, wie schwer es ist, jung zu sein – besonders in dieser Zeit".

Sie selbst sei mit Depressionen und Panikstörungen aufgewachsen. "Ich möchte zeigen: Ich bin genauso wie ihr. Und ich will dazu ermutigen, sich Hilfe zu holen – Therapie ist nichts Schlimmes".

"Wir leben in Deutschland – hier gibt es Homophobie"

Zum offenen Umgang mit ihrer Bisexualität erklärte die Badmómzjay: "Es ist irgendwo meine Verantwortung, aber auch mein eigener Kampf, den ich schon führe, seit ich klein war. Für mich ist das Normalität. Ich bin so, also stehe ich dafür ein. Ich liebe meine queere Community und die Energie auf meinen Konzerten. Es ist so ein schöner Zusammenhalt – aber man weiß eben auch, warum Sichtbarkeit so wichtig ist."

Sie bekomme viele Nachrichten von jungen Fans, die sich nicht trauen, sich zu outen, sagte die Musikerin weiter. "Das macht mich traurig – als ich 14 war, war das schon ein Thema. Jetzt bin ich 22, und es ist immer noch so."

Sie wünsche sich, "dass Menschen offener werden, mehr zuhören und verstehen", so die Rapperin. "Ich sehe Fortschritte, klar, aber es gibt immer noch viele Probleme. Wir leben in Deutschland – hier gibt es Homophobie, und in anderen Ländern sterben Menschen immer noch deswegen. Deswegen darf man nicht leise sein. Ich hoffe, dass die Leute weiter aufstehen für sich, für das, was sie sind."

Der "Women of the Year"-Award von "Glamour" ist eine internationale Eventreihe mit Veranstaltungen in den USA, Großbritannien, Spanien und Mexiko. (cw/dpa)

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