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- 7. November 2025, 06:20h 2 Min.
Die US-Musikerin und Schriftstellerin Patti Smith (78) mag keine Labels. Sie würde sich heute als Christin bezeichnen, sagt sie im Interview mit der Wochezeitung "Die Zeit" (Bezahlartikel), "aber bestimmt nicht in dem Sinn, in dem die radikale religiöse Rechte den Glauben praktiziert. Ich betreibe keine organisierte Religionsausübung, erkläre mich keiner Nation, keinem Geschlecht, keiner Partei und keiner Kirche zugehörig. Ich mag keine Labels. Und ich will keinem Klub angehören."
Die politische Lage in den Vereinigten Staaten kritisiert Smith deutlich. "Seit ich lebe, war sie [die Welt] nie in üblerer Verfassung", sagt sie im Interview. Besonders besorgt zeigt sie sich über die Entwicklungen in ihrem Heimatland. Sie sei unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg geboren, in einer Phase des Wiederaufbaus. "Es ist qualvoll, meine Regierung zu sehen."
Mit Blick auf US-Präsident Donald Trump äußert Smith Skepsis hinsichtlich der Umweltpolitik. "Als ich ein Kind war, hatte ich chronischen Husten, weil unsere Wohnung mit einem Kohleofen geheizt wird. Und jetzt bringt Trump die Kohle zurück", sagt sie. Trotz allem will sie den Glauben an das Gute und die Hoffnung nicht verlieren. "Soll man aus lauter Hass und Abscheu gegen die Verhältnisse erstarren? Das ist keine Lösung", so Smith, die 1946 in Chicago geboren wurde und in einer Familie aufwuchs, die den Zeugen Jehovas nahestand. In ihrem neuen Buch "Bread of Angels" (Amazon-Affiliate-Link ) erzählt sie aus ihrem Leben. (cw)













