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Comeback-Album

Sichtbare Stimme der irischen LGBTI-Community: Sack

Mit dem neuen Album "Wake Up People!" beweisen die Dubliner Indie-Veteranen Sack nicht nur musikalische Beständigkeit, sondern auch gesellschaftliche Haltung.


Ein Unfall im Jahr 2001, bei dem Sacks Tourbus mit einer Kuh kollidierte, verletzte mehrere Mitglieder schwer und leitete eine fast zwanzigjährige Pause ein (Bild: Gerry Doyle)
  • 7. November 2025, 08:42h 3 Min.

Nach über zwanzig Jahren Stille meldet sich die Dubliner Indie-Band Sack mit voller Energie zurück. Ende Oktober erschien ihr neues Album "Wake Up People!" – ein kraftvolles, melodisches Statement, das den unverwechselbaren Sound der Band in die Gegenwart holt. Mehr als ein bloßes Comeback ist das Album ein Aufruf zum Aufwachen, zur Haltung und zum Weitermachen.

Gegründet in den frühen 1990er-Jahren, hat sich Sack als feste Größe in der irischen Indie-Szene etabliert. Ihr Debüt "You Are What You Eat" (1993) erschien beim britischen Label Lemon Records und brachte der Band sofort Aufmerksamkeit – nicht zuletzt, weil Morrissey die Single "Colorado Springs" in seine für das NME-Magazin zusammengestellte Compilation Songs to Save Your Life aufnahm. Ihr zweites Album "Butterfly Effect" (1997), produziert von Paul Tipler (Stereolab) und Jacknife Lee (U2, R.E.M.), zeigte eine gereifte Band, die ihren Sound weiterentwickelte. Morrissey erklärte damals, der Song "Laughterlines" sollte "für immer die Nummer Eins sein".

Regelmäßige Auftritte auf Prides


"Wake Up People!" ist als CD, LP und digital erschienen

Zwei Jahre später lud er Sack ein, ihn auf seiner weltweiten "Oye Esteban"-Tour zu begleiten – mit Stationen in Europa, Großbritannien und den USA, darunter sechs Konzerte in Deutschland. Die gefeierten Live-Auftritte festigten den Ruf der Band als eine der eindrucksvollsten Indie-Formationen Irlands. 2001 folgte mit "Adventura Majestica" das dritte Album, erstmals veröffentlicht auf ihrem eigenen Label Jetset Junta.

Kurz darauf traf Sack ein schwerer Schicksalsschlag: Ein Verkehrsunfall, bei dem ihr Tourbus mit einer Kuh kollidierte, verletzte mehrere Bandmitglieder schwer. Die Genesung zog sich über Jahre hin und führte zu einer nahezu zwanzigjährigen Pause. Der Vorfall fand später in "I Fell Through a Crack" – einem Song und Video auf dem neuen Album – seine künstlerische Aufarbeitung.

2021 kehrte die Band mit der Single "What a Way to Live" zurück, die in Irland als triumphales Comeback gefeiert wurde. Radio-Moderator Tom Dunne kürte den Song zur "Single des Jahres". Ein Jahr später folgte eine Vinyl-Neuauflage des Klassikers "Butterfly Effect", die erneut große Beachtung fand und Sack zurück ins Rampenlicht brachte.

Direktlink | Offizielles Video zu "I Fell Through A Crack"
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Mit ihrem neuen Album "Wake Up People!" (Amazon-Affiliate-Link ) gelingt der Band nun ein selbstbewusstes Comeback. Die Irish Times bezeichnete das Werk als das bislang stärkste Album ihrer Karriere – energiegeladen, emotional und mit deutlicher sozialer Haltung. Stücke wie "Do You Need Love?" oder der titelgebende Song "Wake Up People!" zeigen, dass Sack auch nach Jahrzehnten nichts von ihrer klanglichen Wucht und Relevanz verloren haben. Das Album wurde von Kritiker*­innen hochgelobt und auf mehreren Jahresbestenlisten platziert.

Neben ihrer musikalischen Arbeit hat Sänger Martin McCann auch außerhalb der Bühne Bedeutung erlangt. Er engagiert sich seit Jahren für queere Rechte und tritt regelmäßig bei Pride-Events auf, zuletzt bei der Dublin Pride 2021. Sein offenes Auftreten und seine Unterstützung queerer Themen haben ihn zu einer wichtigen Stimme innerhalb der irischen queeren Community gemacht.

Direktlink | Sack mit "Do You Need Love?"
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Mit "Wake Up People!" beweisen Sack nicht nur musikalische Beständigkeit, sondern auch gesellschaftliche Haltung – als Band, die selbst nach zwei Jahrzehnten Pause den Blick nach vorn richtet und dabei laut, politisch und kompromisslos bleibt. (dd/pm)

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