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Einsatz gegen Queerfeindlichkeit
Polizei Berlin gewinnt Tolerantia Award
Hohe Ehre für die Hauptstadtpolizei: Für ihr Engagement gegen queerfeindliche Gewalt wird die Behörde dieses Jahr mit dem Tolerantia Preis ausgezeichnet.

Maneo erklärte, das Engagement der Polizei gegen Queerfeindlichkeit sei vorbildlich für ganz Deutschland (Bild: IMAGO / Steinach)
- 14. November 2025, 12:56h 2 Min.
Die Berliner Polizei wird mit dem diesjährigen Tolerantia Award ausgezeichnet. Die Behörde erhalte den Preis "für Verdienste um ihr Engagement gegen LSBTIQ+-feindliche Diskriminierung und Hassgewalt, die wir vorbildlich für ganz Deutschland halten", teilte das queere Überfalltelefon Maneo mit. Die Polizei hat etwa bereits seit Jahren eigene Ansprechpartner*innen für queere Menschen.
Die Preise werden seit 2006 in mehreren Ländern von einem Bündnis queerer Anti-Gewalt-Projekte in mehreren europäischen Ländern vergeben. Beteiligt sind neben Maneo die Organisationen SOS homophobie (Frankreich), Lambda-Warszawa (Polen) und The Rainbow Project (Nordirland). Ausgezeichnet werden jährlich Menschen, Einrichtungen oder Gruppen, die demokratische Prinzipien wie Gleichberechtigung, Solidarität, gesellschaftliche Vielfalt und Toleranz sowie Einsatz gegen Queerfeindlichkeit oder andere Formen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit im eigenen Land, in Europa und darüber hinaus stärken.
In Frankreich gibt es dieses Jahr zwei Gewinner-Organisationen: Die Schwestern der perpetuellen Indulgenz werden ausgezeichnet, weil sie "die Scham durch Freude sühnen und Liebe verbreiten wollen, um Hass zu bekämpfen". Außerdem erhält der Prix Gouincourt den Preis, "der lesbische Literatur noch sichtbarer macht".
In Polen darf sich die queere Aktivistin Mirosława Makuchowska über die Auszeichnung freuen. Sie habe als Koordinatorin und spätere Direktorin des Vereins Kampagne gegen Homophobie (KPH) "Strategiekampagnen und Bildungsprogramme entwickelt, die zu tiefgreifendem Wandel in Polen beitrugen".
Den nordirischen Tolerantia Preis erhält die Dragqueen Lady Portia Di Monte (alias Marcus Hunter-Neill). Sie sei "ein Leuchtturm der Liebe und Solidarität innerhalb der nordirischen LGBTQIA+-Communities".
In allen Ländern entschieden Jurys über die Auszeichnung. Der neunköpfigen deutschen Jury gehört unter anderem der queere Aktivist Jörg Steinert, der Maler Norbert Bisky und Lala Süßkind, die ehemalige Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, an.
Die Tolerantia Awards werden am 6. Dezember in Paris verliehen. (cw)














