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"Es gibt spezialisierte Hilfe"
TIN-Schutz-Projekt startet Infokampagne in Bussen und Bahnen in Baden-Württemberg
Das Projekt "TIN-Schutz" des Queeren Netzwerks Baden-Württemberg hat eine Informationskampagne in Bussen und Bahnen gestartet.
- 14. November 2025, 13:11h 2 Min.

Ausschnitt aus dem Video (Bild: Queeres Netzwerk Baden-Württemberg)
Das Projekt "TIN-Schutz – Unterstützung für trans, intergeschlechtliche und nicht-binäre Personen nach geschlechtsspezifischer und sexualisierter Gewalterfahrung" des Queeren Netzwerks Baden-Württemberg hat eine Informationskampagne in Bussen und Bahnen gestartet. Der kurze Spot mit QR-Code informiert über die psychosozialen Unterstützungsangebote für TIN-Personen, die Erfahrungen mit Gewalt gemacht haben. TIN steht für trans, inter und nichtbinäre Menschen.
Der Spot läuft bereits in Ulm, Mannheim und Heidelberg. In den kommenden Wochen soll er auch in weiteren Städten Baden-Württembergs zu sehen sein.
Der Projektverbund "TIN-Schutz" bietet anonyme und vertrauliche Beratung – online und vor Ort – für trans, intergeschlechtliche und nichtbinäre Personen, die geschlechtsspezifische oder sexualisierte Gewalt erlebt haben. Das Angebot unterstützt Betroffene dabei, Zugang zu passenden Hilfen zu finden – von der psychosozialen Beratung bis zur Begleitung zu Behörden oder Fachstellen. Darüber hinaus engagiert sich das Projekt in der Qualifizierung von Fachkräften, um die Kompetenzen im Umgang mit trans, intergeschlechtlichen und nichtbinären Personen zu stärken und den Zugang zu Schutz- und Unterstützungssystemen nachhaltig zu verbessern.
"TIN-Personen werden oft vergessen"
"Über viele Jahrzehnte wurden TIN-Personen in den Hilfesystemen oft vergessen, obwohl diese Gruppe besonders stark von geschlechtsbezogener Gewalt betroffen ist. Das wollen wir mit unserer Arbeit in diesem Projekt endlich ändern", sagt Isabelle Melcher, Leiterin des Projekts "TIN-Schutz". Das Projekt wird durch das Landesgesundheitsministerium gefördert.
Mit der neuen Kampagne sollen wir die bestehenden Angebote leichter zugänglich gemacht werden. "Wir möchten, dass TIN-Personen, die Unterstützung brauchen, wissen: Sie sind nicht allein, und es gibt spezialisierte Hilfe", erklärte das Projektteam. In den kommenden Wochen wird der Videoclip auch in weiteren Städten Baden-Württembergs zu sehen sein. (cw)














