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Travel Well: Bangkok ist immer wieder anders
In Zusammenarbeit mit KLM Royal Dutch Airlines stellen wir vier queerfreundliche Winter-Reiseziele vor. Der erste Teil führt uns in die thailändische Hauptstadt.
- Von
15. November 2025, 02:48h 4 Min.
Wenn wir bewusst reisen, bringt uns ein Ticket weiter als nur ans Ziel. Es schenkt uns neue gemeinsame Erinnerungen. Es gibt uns das Gefühl, einen Ort wirklich kennenzulernen. Es ist eine Einladung, persönliche Beziehungen aufzubauen. Mit dieser Serie, entstanden in Zusammenarbeit mit KLM Royal Dutch Airlines, laden wir dazu ein, jede Reise zu etwas Besonderem zu machen. Wir beginnen mit Bangkok.
"Tuktuk?", "Massage?", "Boy-Show?", "Where you go?" Viel scheint sich nicht verändert zu haben in der Silom Road, einer der bekanntesten Touri-Meilen der thailändischen Metropole und Zentrum des queeren Nachtlebens. Rund um die Skytrain-Station Sala Daeng herrscht jeden Tag reges Treiben. Alle paar Meter kann man ein Beer-Chang-T-Shirt erwerben, wie schon vor 20 Jahren. Es gibt Nudelsuppe und McDonalds, bei Starbucks warten Ice Latte und – ganz wichtig für die schwitzenden Urlauber*innen – eine Klimaanlage. Und die Abzocker? Die lassen wir noch immer freundlich lächelnd links liegen.
Eine Stadt im ständigen Wandel
Doch Bangkok ist nicht wirklich eine Stadt für Gewohnheitstiere. Wer nach ein oder zwei Jahren mal wieder nach Thailand reist, wird die Hauptstadt womöglich nicht wiedererkennen. Die Stadt der Engel wandelt sich in einem atemberaubenden Tempo. Wie, gegenüber vom Lumpini-Park hat die neue Shoppingmall "Central Park" aufgemacht? Dabei warst du noch nicht mal im gigantischen Kaufhaus "One Bangkok". Wo früher das alte Shophouse mit der leckeren Garküche war, steht heute ein neuer Apartmentturm. Auch der Netzplan für die verschiedenen Bahnen ist ordentlich gewachsen. Bereits seit zwei Jahren gibt es die MRT Pink Line, und du bist ganz bestimmt noch nicht mit dieser Monorail gefahren.
Bangkok ist immer wieder anders. Die Veränderungen laden dazu ein, die Metropole bei jedem Besuch neu zu entdecken. Langweilig wird es nie. Noch immer als Geheimtipp gilt etwa der Chao Phraya Sky Park – eine relativ neue Grünanlage auf einer nicht genutzten Eisenbahnbrücke über dem großen Fluss, die fantastische Insta-Motive bietet. Etwas bekannter ist bereits das historische Viertel Talat Noi am Rande von Chinatown, das sich sehr rasant zu einem hippen Zentrum für Street Art entwickelt hat. Und wer coole Nachtmärkte liebt, ist im neuen Jodd Fairs Ratchada an der MRT-Station Thailand Cultural Centre genau richtig.
Zum ersten Mal in Bangkok?
Du bist zum ersten Mal in Bangkok? Dann plane mindestens eine Woche ein, um das Wichtigste zu sehen! Im alten Königspalast, im Wat Pho, dem Tempel mit dem liegenden Buddha, oder dem Wat Arun gegenüber auf der anderen Seite des Flusses wimmelt es zwar vor Tourist*innen, aber diese Orte darf man in Thailands Hauptstadt nicht verpassen. Und ich kann dort selbst nach etlichen Besuchen immer wieder Neues entdecken.
Natürlich muss man am Wochenende auch auf dem Chatuchak-Markt feilschen, mindestes einmal mit dem wackligen Kanalboot durch den Khlong Saen Saep rasen, die 344 Stufen zum Golden Mount erklimmen und nachts auf dem Pak Klong Talad, dem Blumenmarkt, 100 rote Rosen kaufen. Wer all das nicht macht, hat Bangkok nicht erlebt.
Treiben lassen abseits der Touri-Pfade
Wer die Mega-Metropole als "Fortgeschrittene*r" erkunden will, plant besser nicht zu viel in seinem Hotelzimmer, sondern geht einfach auf die Straße und lässt sich treiben. Steig in einen x-beliebigen Bus, fahr bis zur Endstation und geh dort spazieren. Gerade abseits der Touri-Pfade gibt es das beste und günstigste Essen, die freundlichsten Menschen und die spannendsten Begegnungen. Als queeres Paar muss man sich übrigens nirgendwo verstecken: Zur Einführung der Ehe für alle Anfang des Jahres gab's am Suvarnabhumi-Flughafen sogar Regenbogenaufkleber an jedem Einreiseschalter.
"Thai food, German food, ice cold beer." Das deutsche Restaurant "G's" am Beginn der Silom Soi 4 ist noch immer ein guter Startpunkt für eine queere Partynacht in Bangkok. Doch auch die kleine Szenemeile hat sich verändert. Ich kann immer noch nicht verstehen, dass die legendäre "Telephone Bar" nach einem Besitzerwechsel "Circus" heißt. Der Anteil der Besucher*innen aus Japan, Singapur, China und Südkorea ist deutlich gewachsen, mit ihnen kamen auch neue Bars. Im vergrößerten Drag-Club "Stranger" an Ende der Soi geht jeden Abend die Post ab.
Manche sagen, für eine Stadt mit geschätzt rund 16 Millionen Einwohner*innen (so genau weiß das niemand) ist das queere Nachtleben in Bangkok vergleichsweise bescheiden. Selbst wenn man die Traditionsdisco "DJ Station" in Silom Soi 2, die lauten Gay-Clubs in Rachada und Co, wo schwule Thais fast unter sich sind, die queeren LGBTI-Partyreihen der diversen jungen Szene oder die coole neue Bar "Pickle" in Sala Daeng dazurechnet. Doch für queere Sichtbarkeit braucht es im liberalen Bangkok nicht unbedingt eigene Läden.
Neulich war ich etwa im Wang Burapha Café, einer ganz gewöhnlichen Kiezkneipe im Stadtteil Wutthakat, wo eine bärtige Sängerin im Kleid die Gäste unterhielt. In Bangkok das Normalste auf der Welt.
KLM fliegt täglich von Amsterdam in rund elf Stunden direkt nach Bangkok (Flugzeugtyp Boeing 777-200ER, -300ER). Zubringerflüge gibt es von neun deutschen Flughäfen. Weitere tägliche Flugverbindungen gibt es mit dem KLM-Partner Air France über Paris. Jetzt buchen
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