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- 15. September 2006 1 Min.
Kathmandu (queer.de) - Eine Homo-Gruppe in Nepal beklagt, dass die Verfolgung von Homo- und Transsexuellen auch unter dem neuen Premierminister Girija Prasad Koirala nicht abgenommen habe. Sunil Babu Pant von der Blue Diamond Society sagte, insbesondere gegen Metis - sich weiblich kleidende Homosexuelle oder Transsexuelle - werde brutal vorgegangen. Schwule würden in Polizeigewahrsam zudem geschlagen oder sogar vergewaltigt. Pant berichtet von einem Fall, in dem drei Metis in der Hauptstadt Kathmandu verhaftet worden sind, nur weil sie Kondome bei sich gehabt hätten. "Die meisten Verhafteten kommen aus der Grenzregion zu Indien", so Pant. "Es wird gezielt gegen sie vorgegangen, weil sie meist kein Geld und keine Ausbildung haben." Viele Schwule würden gezwungen, Geständnisse zu unterschreiben, in denen sie Sex in öffentlichen Plätzen zugeben - das hat eine langjährige Haftstrafe zur Folge. Die Blue Diamond Society hatte sich im April den Demonstrationen gegen den absolutistisch regierenden König Gyanendra angeschlossen (queer.de berichtete). Sie forderte bislang erfolglos, bei den Verhandlungen über eine neue Verfassung auch Schwule und Lesben vor Diskriminierung zu schützen (queer.de berichtete). (dk)











