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Historikerin Kirsten Plötz (Bild: Studioline Koblenz)

Eine neue Studie beleuchtet erstmals systematisch Fälle, in denen lesbischen Müttern in Nordrhein-Westfalen zwischen 1946 und 2000 das Sorgerecht entzogen wurde. Die Historikerin Kirsten Plötz stellt die Ergebnisse ihres Forschungsprojekts am 24. November 2025 um 16 Uhr im Düsseldorfer Townhouse (Bilker Straße 36) vor.

Die Untersuchung entstand im Auftrag des Landes NRW unter Leitung des Queeren Netzwerks NRW. Laut Projektbeschreibung verloren Frauen in gleich­geschlechtlichen Partnerschaften noch bis in die 1990er Jahre immer wieder das Sorgerecht für ihre Kinder – ein Eingriff, über den bislang kaum öffentlich gesprochen wurde.

Im Mittelpunkt der Studie stehen Berichte von Zeitzeug*­innen: betroffene Mütter, ihre Kinder, Lebenspartnerinnen, Väter und weitere Beteiligte schildern Erfahrungen von Diskriminierung, Gerichtsverfahren und Angst, aber auch von Solidarität und Widerstand.

Die Präsention der Studie ist öffentlich. Anmeldungen sind online möglich. (cw)

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