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- 17. November 2025, 02:45h 1 Min.
Schauspielerin Tilda Swinton hat im BBC-Podcast "Woman's Hour" über eine besonders belastende Phase ihres Lebens gesprochen. Die heute 65-Jährige erinnerte an das Jahr 1994, als die Aidskrise ihren Höhepunkt erreichte. Damals habe sie innerhalb eines Jahres an 43 Beerdigungen teilgenommen, sagte Swinton. "So war das Leben damals", erklärte die queere Britin, die zu dieser Zeit in der alternativen Kunst- und Filmszene gut vernetzt war.
Der Anlass für das Gespräch ist die Ausstellung "Tilda Swinton — Ongoing" im Eye Filmmuseum in Amsterdam, die zentrale Stationen ihrer Karriere beleuchtet und bis Februar zu sehen ist. Ein Schwerpunkt liegt auf ihrer langjährigen Zusammenarbeit mit dem britischen Regisseur Derek Jarman, mit dem Swinton eng befreundet war. Jarman erblindete zunächst und starb 1994 an den Folgen von Aids.
Swinton drehte sieben Filme mit ihm, darunter "Caravaggio", "The Garden" und "Blue". Im Interview sprach sie über den Schock nach seinem Tod und über das Verhältnis von Trauer und politischem Protest im Kino. Es gehe vor allem um "Phantome und darum, die Abschiede zu überleben", sagte sie. Zugleich verwies Swinton auf die Fortschritte in der Medizin: Für diejenigen, die die Krise miterlebt hätten, sei es bewegend zu wissen, dass eine HIV-Diagnose heute nicht mehr zwangsläufig tödlich verlaufe. (cw)














