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Auszeichung für soziales Engagement

Dolly Parton mit Ehren-Oscar ausgezeichnet

Zwei Mal war Dolly Parton für den Oscar nominiert worden, musste sich aber der Konkurrenz geschlagen geben. Jetzt erhielt sie einen Preis der Academy für soziales Engagement.


Dolly Parton in der vorab aufgezeichneten Dankesrede (Bild: Academy of Motion Picture Arts and Sciences / Screenshot Youtube)

Country-Ikone und Schauspielerin Dolly Parton hat bei der Governors-Awards-Gala am Sonntag in Los Angeles einen Ehren-Oscar bekommen. Die 79-Jährige, die kürzlich wegen gesundheitlicher Probleme geplante Konzerte absagte, war nicht nach Hollywood gereist. Die "Jolene"-Sängerin bedankte sich aber in einer Videobotschaft für die Auszeichnung.

Konkret erhielt sie den zumeist jährlich vergebenen Jean-Hersholt-Preis für soziales Engagement, benannt nach dem dänisch-amerikanischen Schauspieler und Philanthropen (1886 – 1956). Die Grammy-Preisträgerin engagiert sich mit ihrer Dollywood-Stiftung vor allem für die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen. Sie sei in einem Haushalt mit zwölf Kindern aufgewachsen und habe früh gelernt, wie wichtig es ist, Dinge aufzuteilen, sagte sie in ihrer Dankesrede. Ihr ganzes Leben habe sie am Beispiel ihrer Eltern ausgerichtet.

Die Auszeichung inspiriere sie, weitere Wege zu erträumen, Menschen zu helfen. Die Laudatio hielt die Schauspielerin Lily Tomlin. Parton war zuvor zwei Mal für den Oscar nominiert worden: 1981 für ihren Filmsong "9 to 5" aus "Warum eigentlich … bringen wir den Chef nicht um?", der ihr erster Nummer-eins-Hit in den Popcharts war. 2006 erhielt sie eine Nominierung für "Travelin' Thru" aus dem Film "Transamerica", einem Roadmovie über eine trans Frau und deren Sohn. Für die Anerkennung und Rechte queerer Menschen setzte sich Parton immer wieder ein.

Die Governors-Awards-Gala fand zum 16. Mal statt. Für diese Trophäen gibt es keinen Wettbewerb, sondern der Vorstand der Academy of Motion Picture Arts and Sciences sucht Menschen aus, die einen besonderen Beitrag für Film und Gesellschaft geleistet haben. Den "Academy Honorary Award" erhielten am Sonntag der Schauspieler Tom Cruise (63), die Schauspielerin und Choreografin Debbie Allen (75) und der Szenenbildner Wynn Thomas (73).

Die weiteren Ehrungen

Blockbuster-Star Cruise war für seine Rollen in den Filmen "Geboren am 4. Juli", "Jerry Maguire – Spiel des Lebens" und "Magnolia" jeweils für einen Oscar nominiert, zudem als Produzent von "Top Gun: Maverick", gewann die Trophäe im Wettbewerb aber nie. In einer emotionalen Dankesrede sagte er, dass er schon als kleines Kind alles dafür getan habe, eine Eintrittskarte fürs Kino zu bekommen. Filmemachen sei nicht nur sein Beruf – "das bin ich", sagte der Schauspieler. Kino habe ihn um die ganze Welt geführt und ihm beigebracht, Unterschiede zu schätzen und zu respektieren. Im Kino würden Menschen gemeinsam lachen, fühlen, hoffen und träumen – "das ist die Kraft dieser Kunst".

Debbie Allen, einst bekannt geworden als Tanzlehrerin Lydia Grant in "Fame – Der Weg zum Ruhm", wirkte als Choreografin an zahlreichen Filmen mit. Der langjährige Szenenbildner Wynn Thomas arbeitete hinter den Kulissen an Filmen wie "Do the Right Thing", "Malcolm X" oder "A Beautiful Mind". Zahlreiche Prominente wohnten der Zeremonie bei, darunter Jennifer Lopez, Ariana Grande, Sydney Sweeney, Jennifer Lawrence, Emma Stone, Leonardo DiCaprio, Hugh Jackman und Colin Farrell. Unter den Gästen waren auch der Oscar-prämierte Regisseur Edward Berger ("Im Westen nichts Neues", "Konklave") und der Düsseldorfer Komponist und Oscar-Preisträger Volker Bertelmann. (cw/dpa)

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