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Britischer Schauspieler

Jonathan Bailey: Fühlte mich als schwuler Schüler nicht sicher

Der "Wicked"-Star habe sich in seiner Schulzeit wie in einer Zwangsjacke gefühlt. Jetzt setzt er sich für ein Schulaufklärungsprojekt ein.


Bailey in dem Interview mit Sky News (Bild: Screenshot Youtube)

Hollywoodstar Jonathan Bailey hat über die Einschränkungen und Probleme gesprochen, die er in der Schule als schwuler Teenager erleben musste. "Mir wurde früh klar, dass das, worin ich so eindeutig und klar war – die Frage, wer ich bin -, nicht sicher war und nicht gefeiert wurde", erzählte der 37-jährige Brite der Plattform Sky News. "Und das fühlt sich an, als stecke man in einer Zwangsjacke."

Bailey, der schon früher über sein Schwulsein und seine Schulzeit gesprochen hat (queer.de berichtete), setzt sich für die britische Organisation "Just Like Us" ein, die ähnlich wie deutsche Projekte wie SCHLAU an Schulen über queere Themen aufklärt. Die Organisation stoße wichtige Gespräche an, "damit Kinder in ihren prägenden Jahren die Vielfalt der Menschen kennenlernen und Inklusion leben können", so der Schauspieler. "Das hätte mir in meiner Jugend sehr geholfen."

Bailey spricht in dem Interview auch über Angstgefühle, Depressionen und Mobbing: "Ich habe das alles erlebt". Und eigentlich müsste sich Aufklärung an Eltern richten und sie dazu ermutigen, "ihren Kindern unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und Identitäten näherzubringen, damit sie später neugierig, verständnisvoll und empathisch sind".

Filmstar und "Sexiest Man Alive"

Bailey erreichte mit seiner Rolle in der Netflix-Serie "Bridgerton" größere Bekanntheit und spielte zuletzt in dem Film "Jurassic World: Die Wiedergeburt" mit. In den "Wicked"-Filmen, deren zweiter Teil diese Woche in die deutschen Kinos kommt, spielt er den Prinzen Fiyero. Anfang dieses Monats kürte ihn das US-Magazin "People" zum "Sexiest Man Alive" des Jahres 2025.

Als Kind habe er wegen des Umgangs anderer mit seiner Homosexualität nicht an eine erfolgreiche Karriere mit diversen Rollen geglaubt. Umso wichtiger sei es, in die Schulen zu gehen, so der Bruder einer Lehrerin. "Es ist inspirierend für alle im Klassenzimmer, wenn man sich in diesem prägenden Alter sicher genug fühlt, um zu sagen, wer man wirklich ist." (cw/dpa)

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