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Nach "Wicked"-Premiere in Singapur
Ariana-Grande-Angreifer muss ins Gefängnis
Der Influencer, der die Sängerin vergangene Woche bei einer "Wicked"-Premiere attackierte, wurde verurteilt. Der Australier muss für neun Tage in Haft.

Johnson Wen hatte sich nach der Erstürmung des Premieren-Teppichs noch gerühmt, Ariana Grande "getroffen" zu haben (Bild: Instagram-Screenshots wickedmovie, pyjamaman)
- 17. November 2025, 19:29h 2 Min.
Der Mann, der die amerikanische Sängerin und Schauspielerin Ariana Grande (32) vergangene Woche bei der Premiere von "Wicked: Teil 2" in Singapur auf dem roten Teppich attackiert hat, muss für neun Tage ins Gefängnis. Medienberichten zufolge wurde der australische Staatsbürger Johnson Wen wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses verurteilt.
Wen war am 13. November während der Filmpremiere in den Universal Studios Singapur über eine Absperrung gesprungen, auf Grande auf dem roten Teppich zugestürmt und hatte seinen Arm um sie gelegt. Grandes "Wicked"-Co-Star Cynthia Erivo (38) schritt sofort ein und Wen wurde von Sicherheitskräften abgeführt. Laut Zeugenaussagen vor Gericht soll Wen anschließend noch ein zweites Mal versucht haben, über die Sicherheitsabsperrung zu klettern.
Wen hatte danach Videos des Vorfalls veröffentlicht und betont, nach einer kurzen Festnahme freigelassen worden zu sein. Dazu schrieb er: "Liebe Ariana Grande, danke, dass ich mit dir auf den gelben Teppich springen durfte." Nach großer nationaler und internationaler Empörung war er am Folgetag verhaftet worden. Am Freitag hieß es zunächst, es würde ihm lediglich eine Geldstrafe drohen. Das entsprechende Gesetz zu "public nuisance" sieht Geldstrafen bis zu 2.000 Singapur-Dollar (rund 1.320 Euro) oder Haft bis zu sechs Monaten vor.
Der 26-Jährige, der in den sozialen Medien unter dem Pseudonym "Pyjama Man" auftritt, ist bereits mehrfach durch Störungen öffentlicher Events oder das Stürmen von Konzertbühnen aufgefallen, unter anderem sprang er im Juni während eines Katy-Perry-Konzerts auf die Bühne und im August bei einem Auftritt von The Weeknd.
In der Kommentarspalte warfen ihm zahlreiche Menschen unter anderem vor, Grande "retraumatisiert" zu haben. Die Sängerin und Schauspielerin hat in der Vergangenheit mehrmals über ihre posttraumatische Belastungsstörung nach dem Bombenanschlag bei ihrem Konzert 2017 in Manchester gesprochen, bei dem 22 Menschen ums Leben kamen. "Nach all dem Trauma, das Ari durchgemacht hat, ist das so respektlos", fasst ein Fan unter Wens Video zusammen. "Das ist wirklich ärgerlich. Du solltest dich schämen." Auch allgemeiner äußert sich in Asien und weltweit zunehmend Empörung über Influencer und Youtuber, die andere Menschen ungefragt für ihre Videos etwa durch überraschende Aktionen belästigen und dabei Gesetze oder auch unausgesprochene Regeln des Zusammenlebes verletzen. (cw/spot)












