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Präsidiale Blowjob-Fantasien

Absurdes Gerücht: Hatte Donald Trump Oralsex mit Bill Clinton?

Die Trump-Präsidentschaft hatte in den letzten zehn Monaten ja schon einige obskure Headlines produziert, die viele nicht auf ihrer Bingo-Karte hatten. Eine neues Gerücht dürfte dazugehören.


Bill Clinton (li.) und Donald Trump sind eigentlich nicht gut aufeinander zu sprechen (Bild: Chris Savas / wikipedia, Gage Skidmore / wikipedia)

  • 18. November 2025, 13:37h 3 Min.

In den letzten Tagen war das Gerücht aufgekommen, dass der amerikanische Ex-Präsident Bill Clinton und der gegenwärtige Staatschef Donald Trump Oralsex miteinander hatten. Grund dafür ist ein kürzlich vom US-Kongress veröffentlichter Mail-Austausch zwischen dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein und dessen Bruder Mark aus dem Jahr 2018. Darin fragte Mark unter anderem in Bezug auf Trumps damaligen Berater Steve Bannon: "Frag ihn, ob Putin die Fotos von Trumps Blowjob an Bubba hat." Der Spitzname Bubba wurde manchmal in den Medien für Clinton verwendet – und Social Media war voll von Spekulationen.

Aber ehe das Kopfkino beginnt: Es gilt als praktisch ausgeschlossen, dass etwas an der Geschichte dran ist. Mark Epstein stellte gegenüber dem queeren Magazin "The Advocate" klar: "Das war einfach ein humorvoller privater Austausch zwischen zwei Brüdern, der nie dazu gedacht war, veröffentlicht und als ernsthafte Bemerkungen dargestellt zu werden", so Mark Epstein. "Um alle Zweifel auszuräumen, möchte ich feststellen, dass 'Bubba' in diesem Schreiben in keinster Weise in Bezug auf den Ex-Präsidenten Bill Clinton gefallen ist."

"Bubba" ist übrigens ein typischer Kosename für eher einfach gestrickte Jungs in den Südstaaten der USA – und da Clinton aus dem Südstaat Arkansas stammt, wird er manchmal satirisch auf Clinton angewandt und spielt auf dessen Herkunft oder seinen volkstümlichen Stil an.

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Trump will Clinton ins Gefängnis schicken

Die Epstein-Affäre hat sich in letzter Zeit zu einem Problem für Trump entwickelt, weil er im Wahlkampf die Veröffentlichung aller Akten versprochen hatte, dann aber als Präsident einen Rückzieher machte. Hintergrund ist, dass der 2019 verstorbene Epstein offenbar ein guter Freund von Trump gewesen ist – ebenso wie von Bill Clinton und von anderen Prominenten. Trump versucht, seine Freundschaft herunterzuspielen, aber jene der Demokraten zu dramatisieren. So wies er erst letzte Woche seine Justizministerin an, gegen Bill Clinton wegen dessen Verbindungen zu Epstein Bundesermittlungen einzuleiten.

Die Blowjob-Geschichten um Clinton und Trump haben auch den Bundestag erreicht. Hier stellte der queerpolitische Sprecher der Linksfraktion, Maik Brückner, klar, dass diese nichts an der Meinung seiner Fraktion zum gegenwärtigen Präsidenten ändern: "Ob Donald Trump (he/him) nun etwas mit Bill Clinton hatte oder nicht: Er wird trotzdem nicht unser Freund", so Brückner auf Instagram.

Möglicherweise dürfen wir uns aber bald auf eine Pornoversion der angeblichen Trump/Clinton-Liaison freuen. Immerhin hatten ja schwule Horizontal-Darsteller vor wenigen Monaten schon die mutmaßliche Liebe von Vizepräsident JD Vance zu seinem Sofa verfilmt (queer.de berichtete). (cw)