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"Ich bin, also spiele ich"
Levi.sct: Wenn Bach auf Bass trifft
Nach dem Debüt "Bach To The Future‟ ist jetzt die zweite Platte "Classified Fusion‟ des Hamburger Piano-Artists Levi.sct erschienen.

Der Hamburger Piano-Artist Levi Schechtmann verbindet klassische Virtuosität mit dem Drive zeitgenössischer Clubkultur (Bild: Finn Buendert)
- 19. November 2025, 10:26h 4 Min.
Bach mit Beats, Chopin als House-Nummer, Mozart mit Hip-Hop-Impulsen: Levi Schechtmann, bekannt als Levi.sct, überträgt klassische Werke in den Klang seiner Gegenwart. Der Hamburger Pianist verwebt Melodien und Rhythmen so dynamisch, dass ihm Millionen auf Instagram und TikTok folgen. Kommentare feiern sein Tempo, seine Präzision und den eigenständigen Stil, der von einer intensiven klassischen Ausbildung getragen ist. Gleichzeitig vermittelt seine Musik das Gefühl von Offenheit – klassische Hits als Geschichten, die heute neu erzählt werden.
"Ein klassisches Stück ist eine Geschichte. Und eine Sinfonie ist ein Blockbuster‟, sagt Schechtmann. Aufgewachsen in einer Musikerfamilie, fand er früh Ausdruck am Klavier. Seine Eltern, beide aus der Ukraine stammend, prägten die musikalische Atmosphäre; Klavierunterricht ab sieben und Wettbewerbe ab neun schulten Disziplin und Bühnenroutine. Erst 2022, als er eigene Arrangements mit Beats öffentlich spielte, entstand das Gefühl künstlerischer Freiheit: die Erkenntnis, mit dem Instrument alles machen zu können.
Jenseits fester Genregrenzen

"Classified Fusion" ist als CD, LP und digital erhältlich
Seine Ausbildung ist umfassend dokumentiert: Auszeichnungen u.a. beim Steinway-Wettbewerb, dem Hamburger Instrumental-Wettbewerb und dem Feurich-Wettbewerb in Wien; Stipendien von "Live music now‟ und mehreren Stiftungen; Jungstudium an der Andreas Franke Akademie sowie aktuelles Studium an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg bei Anna Vinnitskaya. Parallel dazu entwickelte sich sein zweiter ästhetischer Pol: Electronic Dance Music, Hip-Hop, Dubstep, Trap. "Mit zwölf wollte ich DJ werden‟ – ein Impuls, der später den Weg zu seiner Fusion bereitete.
Erste eigene Tracks entstanden am Computer, verfeinert durch Tutorials und Freundeshilfe. 2017 trafen Rap und Romantik direkt aufeinander: Nach Eminem im Ohr spielte Schechtmann eine Chopin-Etüde im Hip-Hop-Vibe – die Initialzündung seines Stils. Seine energiegeladenen, von Improvisation und Innovation geprägten Interpretationen führten 2022 zum Meisterkurs am Konservatorium Lille und ersten Live-Auftritten mit seinem Genre-Mix. Auf Social Media wächst seine Fangemeinde seit 2017 kontinuierlich.
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"Ich möchte irritieren. Die Leute sollen sich fragen: Darf er das?‟ Live kombiniert er Melodien verschiedener Meister und setzt dann einen basslastigen Beat. Der erste Drop löst oft Überraschung aus – gefolgt von Begeisterung. Für Schechtmann ist diese Mischung ein Befreiungsschlag, auch für die Klassiklandschaft. Seine Vision: Klassische Konzerte als niedrigschwellige Orte, ohne Dresscode und Berührungsängste. Auftritte führten ihn u.a. in die Laeiszhalle, die Elbphilharmonie sowie Bühnen in Wien, Skopje, Brüssel, Amsterdam und London. Häufig teilt er seine Konzerte in einen klassischen und einen Beat-basierten Teil.
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Die Interaktion mit dem Publikum sieht er als zentral – analog wie online. Social-Media-Erfolg freut ihn, definiert aber nicht seine Identität: "Meine Substanz liegt in meiner Kunst." Nach seinem Debüt "Bach To The Future‟ ist jetzt seine zweite Platte "Classified Fusion‟ als LP, CD und digital (Amazon-Affiliate-Link ) erschienen. Die Arbeit daran beschreibt er als Bereicherung: vielfältiger, anspruchsvoller, kontrastreicher zu werden. Sein Motto: "Ich bin, also spiele ich." Schechtmann versteht sich als Piano-Artist jenseits fester Genregrenzen. Klassik, Hip-Hop, Jazz oder Pop – alles ist Musik, alles verbindet. (dd/pm)
06.12 Hamburg, Elbphilharmonie with the JC Orchestra – Special Show (Gershwin's concert)
26.01 Paris, La Cigale – Classical X Hiphop Fusion
27.01 Paris, Le Baiser Salé OU Duc des Lombards – Classical X Hiphop Fusion
29.01 London, Union Chapel – Classical X Hiphop Fusion
31.01 London, Union Chapel – Classical X Hiphop Fusion (Sold Out)
19.02 Utrecht, TivoliVredenburg Hertz Hall – Classical X Hiphop (Sold Out)
15.03 Luxembourg, Rockhal Club – Classical X Hiphop Fusion
26.03 Geneve, Alhambra – Classical X Hiphop Fusion
03.04 Hamburg, Elbphilharmonie – Classical X Hiphop Fusion
08.04 Cologne, Stadthalle – Classical X Hiphop Fusion
10.04 Munich, Werk 7 – Classical X Hiphop Fusion
19.04 Roma, Teatro Orione – Classical X Hiphop Fusion
21.04 Milano, Teatro Carcano – Classical X Hiphop Fusion
23.04 Helsinki, Savoy Theater – Classical X Hiphop Fusion
26.04 Barcelona, Paral·lel 62 – Classical X Hiphop Fusion
27.04 Madrid, Teatro Príncipe Pio – Classical X Hiphop Fusion
30.04 Copenhagen, DR Studie 2 – Classical X Hiphop Fusion
05.05 Prague, Prague Conservatory – Classical X Hiphop Fusion
06.05 Prague, Prague Conservatory (Second Date) – Classical X Hiphop Fusion
09.05 Zurich, Volkshaus – Classical X Hiphop Fusion
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