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Romy Schneider macht Pause
"Sissi" nicht mehr im ARD-Weihnachtsprogramm
Eine schöne Tradition geht zu Ende: Zu Weihnachten wird erstmals seit über zehn Jahren nicht mehr "Sissi" laufen – zumindest nicht mehr ohne Werbeunterbrechungen.

Halt mich, Franz… Wir sind gecancelt! (Bild: IMAGO / United Archives)
- 19. November 2025, 11:47h 2 Min.
Die "Sissi"-Trilogie gehörte in den letzten Jahren zu Weihnachten wie Lebkuchen und Tannenbaum. Doch damit ist jetzt Schluss – zumindest im öffentlich-rechtlichen Fernsehen: "Seit 2024 liegen die Rechte an der 'Sissi'-Trilogie nicht mehr bei der ARD, sondern bei der RTL-Gruppe, an die sie als Meistbietende übergegangen sind. Aus diesem Grund kann die Trilogie aktuell nicht im ARD-Programm gezeigt werden", teilte eine ARD-Sprecherin gegenüber "Focus Online" mit.
Noch hat RTL nicht bekanntgegeben, ob der Sender "Sissi" dieses Jahr in seinem Programm zeigt – oder die Filme doch lieber nur für zahlende Abonnent*innen in seinem Streamingdienst RTL+ anbietet.
Seit mehr als zehn Jahren zeigte Das Erste an den Weihnachtsfeiertagen die Filme "Sissi" (1955), "Sissi – Die junge Kaiserin" (1956) und "Sissi – Schicksalsjahre einer Kaiserin" (1957) jedes Jahr. Allerdings war das nicht immer so: Zwischen 2008 und 2012 besaß die ProSiebenSat.1-Gruppe die Rechte und spielte die Kultfilme in seinen Sendern ab.
"Sissi" anderswo
Ganz auf "Sissi" verzichten, muss man hingegen nicht: So sind die Filme bei Amazon Prime Video und Netflix erhältlich, freilich nur gegen einen Abo-Obolus. Zudem gibt es die Trilogie-DVD für 13 Euro und die Blu-ray für 15,50 Euro (Amazon-Affiliate-Link ).
Die "Sissi"-Trilogie gilt unter vielen queeren Menschen als Kult – ähnlich wie Filme von Ikonen wie Judy Garland, Marlene Dietrich oder Liza Minnelli. Als Grund wir die starke, glamouröse weibliche Hauptfigur genannt, die von der hoch verehrten Romy Schneider (1938-1982) dargestellt wird. Zudem verfügen die Filme über einen Camp-Faktor, etwa wegen opulenter Kostüme oder überbordenden Emotionen. Auch die Auflehnung der Hauptfigur gegen ihre konservative Mutter ist eine Geschichte, mit der viele vor allem ältere queere Menschen mit Blick auf ihres Leben etwas anfangen können.
Bei Netflix gibt es übrigens "Sissi"-Nachschub, aber erst in gut einem Jahr: Der Streamingdienst wird wohl Ende 2026 oder Anfang 2027 die dritte und letzte Staffel der Serie "Die Kaiserin" zeigen, die derzeit gedreht wird (queer.de berichtete). Bereits letztes Jahr ging die RTL+-Serie "Sisi" (mit nur einem s) zu Ende, bei der der schwule Schauspieler Jannik Schümann die Rolle von Kaiser Franz übernommen hatte (queer.de berichtete). (dk)
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