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  • 19. November 2025, 15:12h 2 Min.

Diese Unternehmen schnitten besonders gut ab (Bild: Uhlala Group)

Die Berliner Uhlala Group hat am Mittwoch ihren neuesten Pride Champion Index veröffentlicht, der das Engagement von in deutschsprachigen Ländern aktiven Unternehmen für queere Mitarbeitende untersucht. Die Liste wird seit 2019 veröffentlicht – bis letztes Jahr noch unter dem Namen Pride Index.

Die Macher*­innen ziehen insgesamt eine positive Bilanz: Großunternehmen erreichen mit durchschnittlich 90 Prozent einen "historischen Höchstwert", teilte Uhlala mit. "Vielfalt wird hier zunehmend als Bestandteil von Governance, Führung und Risikomanagement verstanden." Kleine und mittelständische Unternehmen erreichten 87 Prozent, öffentliche Institutionen seien knapp dahinter mit 85 Prozent. Im Branchenvergleich gingen Versicherungen mit rund 99 Prozent als Sieger hervor, während die Rechtsbranche mit 72 Prozent das Schlusslicht bildet.

"2025 ist das Jahr, in dem sichtbar wird, welche Organisationen ihre Werte nicht nur formulieren, sondern sie messbar machen", erklärte Stuart Bruce Cameron, der Gründer der Uhlala Group. "Die Teilnahme am Pride Champion Audit ist kein Imageprojekt, sondern eine bewusste Entscheidung für Verantwortung. In Zeiten politischer Polarisierung zeigt sich, wer wirklich Haltung zeigt."

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Kleiner Wehrmutstropfen: Dieses Mal haben sich nur noch 46 Firmen und Institutionen am Index beteiligt. Letztes Jahr waren es noch 54, im Jahr davor mehr als 70. Immerhin zeigten die sich beteiligenden Firmen mehr Engagement als je zuvor. Zu den Unternehmen, die die volle Punktzahl erreichten, gehören der Leverkusener Chemieriese Bayer, die Kölner Supermarktkette Rewe und das Berliner Versicherungsunternehmen Allianz.

Der Index soll für queere Menschen ein Kompass bei der Suche nach Arbeitgebenden darstellen, die sich für eine diversitysensible und wertschätzende Kultur am Arbeitsplatz einsetzen. Außerdem soll er Firmen aufzeigen, in welchen Bereichen noch dringender Handlungsbedarf bestehe. (cw)

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