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Anordnung des Gesundheitsministers
Neuseeland stoppt Verschreibung von Pubertätsblockern
- 20. November 2025, 07:36h 2 Min.
Neuseeland stoppt vorerst die Neuverschreibung von Pubertätsblockern für trans Jugendliche. Als Grund nannte der konservative Gesundheitsminister Simeon Brown eine unzureichende wissenschaftliche Evidenzlage. Ärzt*innen dürfen die Präparate künftig nicht mehr neu zur Behandlung junger trans Menschen verschreiben, teilte Brown am Mittwoch auf der Webseite seines Ministeriums mit.
Pubertätsblocker unterdrücken vorübergehend die Ausschüttung von Geschlechtshormonen und können etwa bei frühzeitiger Pubertät oder bei queeren Jugendlichen eingesetzt werden, um Zeit für die Klärung der Geschlechtsidentität zu gewinnen. Dieser Prozess gilt als vollständig umkehrbar, sobald die Medikamente abgesetzt werden. Wenn gewünscht, kann die Pubertät nachgeholt werden.
In Deutschland sind Pubertätsblocker grundsätzlich zugelassen. Erst im März haben 26 medizinische und psychotherapeutische Fachgesellschaften sowie zwei Patientenvertretungs-Organisationen einen einheitlichen Leitfaden zur fachgerechten Behandlung von trans Kindern und Jugendlichen auch mit diesen Medikamenten veröffentlicht (queer.de berichtete).
"Wir führen stärkere Schutzmaßnahmen ein, damit Familien darauf vertrauen können, dass jede Behandlung klinisch fundiert ist und im besten Interesse des jungen Menschen liegt", erklärte dagegen Brown. Die neue Regelung tritt am 19. Dezember 2025 in Kraft und gilt zunächst bis zum Abschluss einer groß angelegten klinischen Studie in Großbritannien, die voraussichtlich 2031 beendet sein soll.
Für Patient*innen, die Pubertätsblocker aufgrund frühzeitiger Pubertät, Endometriose oder Prostatakrebs benötigen, bleibt der Zugang nach Regierungsangaben bestehen – ebenso für bereits behandelte Jugendliche. Im Jahr 2023 erhielten laut Gesundheitsministerium 113 Minderjährige in Neuseeland entsprechende Präparate. (cw)














