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Schauspieler unter Druck

Kevin Spacey obdachlos: "Ich habe kein Zuhause"

Der tief gefallene Hollywood-Schauspieler beklagt, dass er in den letzten sieben Jahren wegen Vorwürfen sexueller Übergriffe mehr ausgeben musste, als er eingenommen habe. Er habe nicht mal mehr ein Zuhause.


Kevin Spacey nahm im September an einem Filmfestival in Italien teil (Bild: IMAGO / ZUMA Press)
  • 20. November 2025, 13:08h 2 Min.

Der amerikanische Schauspieler Kevin Spacey hat erklärt, dass er augenblicklich praktisch obdachlos ist und auch seine finanzielle Lage angespannt sei: "Ich lebe in Hotels, ich lebe in Airbnbs", sagte der zweifache Oscar-Gewinner der britischen Zeitung "Daily Telegraph" (Bezahlartikel) in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview. "Ich habe buchstäblich kein Zuhause – genau das versuche ich zu erklären." Zuvor hatte der 66-Jährige in einem Anwesen in Baltimore gelebt.

Seine finanzielle Lage sei "nicht toll", nachdem Vorwürfe wegen sexuellen Übergriffen von mehreren Männern seine Karriere in Hollywood 2017 praktisch beendet hatten. Er habe aber nie den Punkt erreicht, dass er Insolvenz anmelden musste. Spacey, der alle Vorwürfe stets entschieden zurückwies, erklärte weiter, dass "die Kosten über die letzten sieben Jahre astronomisch" gewesen seien.

Spacey fühlt sich gecancelt

Er fügte hinzu: "Ich habe sehr wenig, das reinkommt, und alles geht raus." Über seine "Cancel Culture"-Erfahrungen in Hollywood sagte Spacey: "Man kommt da durch." Er habe "auf seltsame Weise das Gefühl, wieder dort zu sein, wo ich angefangen habe – nämlich einfach dorthin zu gehen, wo die Arbeit war." All seine Habseligkeiten seien eingelagert. "Ich hoffe, dass ich irgendwann, wenn sich die Dinge weiter verbessern, entscheiden kann, wo ich mich wieder niederlassen möchte."

Spacey musste sich in bislang zwei Gerichtsprozessen um angebliche sexuelle Übergriffe den Vorwürfen stellen. 2022 sprach ihn ein Gericht in New York in einem Zivilprozess von Vorwürfen frei, den "Star Trek"-Schauspieler Anthony Rapp sexuell belästigt zu haben, als dieser noch ein Teenager war (queer.de berichtete). Ein Jahr später sprach auch ein Londoner Strafgericht Spacey in allen 13 Anklagepunkten frei (queer.de berichtete). Ihm war vorgeworfen worden, zwischen 2001 und 2013 in London und der Grafschaft Gloucestershire Männer sexuell belästigt zu haben.

Sich selbst hat Spacey mehrfach als Opfer der "Cancel Culture" bezeichnet. Er verglich sich etwa mit Schauspielerin, der in den Vierziger- und Fünfzigerjahren des letzten Jahrhunderts auf der "Hollywood Blacklist" standen. Damit war zu dieser Zeit Personen die Betätigung in Filmen untersagt worden, denen man eine Nähe zum Kommunismus nachsagte (queer.de berichtete).

Zuletzt stellte Spacey seinen neuen Film "Holiguards Saga – The Portal of Force" vor, der in Mexiko gedreht wurde (queer.de berichtete). Darin übernahm Spacey nicht nur die Hauptrolle, sondern führte auch Regie. Neben Spacey spielten auch Dolph Lundgren, Tyrese Gibson und Eric Roberts in dem Actionthriller mit. (cw)