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Bundesmitgliederversammlung in Essen
Alexander Vogt wird Ehrenmitglied der LSU Deutschland
- 25. November 2025, 14:21h 2 Min.

Alexander Vogt führte den queeren Verband von CDU und CSU 13 Jahre lang (Bild: Facebook / Alexander Vogt)
Alexander Vogt ist am Wochenende bei der Bundesmitgliederversammlung der Lesben und Schwule in der Union (LSU) in Essen einstimmig zum Ehrenmitglied des queeren Verbandes von CDU und CSU ernannt worden. Damit werde sein "außergewöhnlicher Einsatz eindrucksvoll gewürdigt", teilte die LSU Hessen mit.
Vogt ist seit 2000 LSU-Mitglied und wurde 2003 in den Bundesvorstand gewählt. Von 2010 bis 2023 prägte er als Bundesvorsitzender die LSU entscheidend mit. Der 56-Jährige setzte sich mit seinem Verband vor allem innerparteilich dafür ein, dass CDU und CSU eine queerfreundlichere Politik betreiben. Unter seinem Vorsitz erkannte die CDU 2022 den queeren Verband als offizielle Parteiorganisation an (queer.de berichtete). Vereinzelt übte er auch öffentliche Kritik. So forderte er 2019 eine Entschuldigung von der damaligen Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer, nachdem sie bei einer Faschingsveranstaltung einen queerfeindlichen Witz erzählt hatte (queer.de berichtete).
Sönke Siegmann wiedergewählt
Bei der Bundesmitgliederversammlung ist auch der Vogt-Nachfolger Sönke Siegmann aus Niedersachsen erneut zum Bundesvorsitzenden gewählt worden. Zu seinen ausschließlich männlichen Stellvertretern wurden Philipp Pohlmann, Jan-Philipp Scheu und Rainer Zuber gewählt. Das Amt des Schatzmeisters übernimmt Björn Wiese.
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, Bundestagspräsidentin Julia Klöckner und Unionsfraktionschef Jens Spahn (alle CDU) sendeten Video-Grußworte an die Versammlung. Zu den prominenten Gästen vor Ort zählten unter anderem Essens offen schwuler Oberbürgermeister Thomas Kufen und Johannes Winkel, der Chef der Jungen Union, der derzeit im Bundestag mit seinem Widerstand gegen das Rentenpaket der Bundesregierung für Schlagzeilen sorgt. Winkel hatte in der Vergangenheit mit Queerfeindlichkeit für Schlagzeilen gesorgt: Letztes Jahr bezeichnete er angebliche trans Frauen bei den Olympischen Spielen auf Social Media als "kranke Männer" (queer.de berichtete). (dk)















