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Auszeichnung

"GQ Germany": Trans Schauspielerin Indya Moore ist "Woman of the Year"

Trans Model und Schauspielerin Indya Moore wurde vor allem durch ihre Rolle in "Pose" bekannt. Für die deutsche Ausgabe des Männermagazins "GQ" ist die 30-Jährige die Frau des Jahres.


Indya Moore im Oktober bei einem Filmfestival in New York (Bild: IMAGO / ZUMA Press Wire)
  • Gestern, 15:18h 2 Min.

Die deutsche Ausgabe des Männermagazins "GQ" hat die aus "Pose" bekannte amerikanische Schauspielerin Indya Moore als "Woman of the Year" ausgezeichnet. Die 30-Jährige wird ihren Preis am Donnerstag bei den "GQ Men of the Year"-Awards im Metropol in Berlin entgegennehmen. Als "Man of the Year" wird dann der 34-jährige britische Schauspieler Joe Alwyn geehrt, der von 2016 bis 2023 mit Superstar Taylor Swift liiert war.

Moore stammt aus der New Yorker Bronx und verließ im Alter von 14 Jahren wegen Transphobie ihr Elternhaus. Im Alter von 15 Jahren, als sie mit ihrer Transition begann, arbeitete Moore bereits als Model. Ihre Auftraggeber waren unter anderem Dior und Gucci. Später wandte sie sich der Schauspielerei zu. Bekannt wurde sie vor allem durch die Darstellung der Hauptfigur Angel Evangelista in der Fernsehserie "Pose" (2018-2021). Im Englischen verwendet sie neben dem weiblichen Personalpronomen auch das geschlechtsneutrale Pronomen "they/them".

In einem "GQ"-Interview erzählt Moore von ihrem Leben. Über ihr Aufwachsen sagte sie etwa: "Ich habe Angst, ehrlich darüber zu sprechen, weil ich zu Hause über Jahre hinweg regelrecht gemobbt wurde – alles im Namen der sogenannten Disziplin", so die 30-Jährige. "Ich wurde nach meiner Geburt als männlich registriert und als Junge erzogen. Die Identität, die ich entwickelte, war in den Augen meiner Familie falsch. Eigenschaften wie Sensibilität und Empathie galten als 'weiblich' und wurden bestraft, wenn Jungen sie an den Tag legten."

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Rettung durch Transition mit 15

Moore erklärte, dass sie mit Beginn ihrer Hormontherapie als 15-Jährige zum ersten Mal in ihrem Leben Hoffrnung verspürt habe: "Ich war optimistisch, ich war voller Lebensfreude und im Einklang mit mir selbst. Ich hatte nicht mehr das Gefühl, dass etwas mit mir nicht stimmte. Die Verbindung zwischen meinem Geist und meinem Körper war synchronisiert."

Auf die Frage, was jede einzelne Person gegen die Marginalisierung von trans Menschen tun könne, antwortete Moore: "Wenn marginalisierte Menschen um Sicherheit und Schutz bitten, wird dies oft so verstanden, als würden sie Macht fordern. Der Kampf gegen Marginalisierung wird auf ein Machtspiel reduziert. Dabei geht es um Sicherheit, Gerechtigkeit und Fairness. Meiner Meinung nach sollte eine Diskussion über diese Themen nicht dadurch beantwortet werden, dass man Menschen dominiert, rassistisch behandelt und ein anderweitig feindseliges Umfeld schafft." (cw)