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Polizeibericht
Berlin: Zwei Frauen in Neukölln transfeindlich beleidigt
- Gestern, 15:53h 2 Min.

Die Polizei ermittelt nach einem weiteren transfeindlichen Vorfall in Berlin (Bild: René Mentschke / flickr)
Am Dienstagabend sollen nach Polizeiangaben zwei Frauen in Berlin-Neukölln queerfeindlich beleidigt worden sein. Kurz vor 23 Uhr seien die 26 und 30 Jahre alten Frauen in der Falkstraße aus einem Fahrzeug, das mit zwei weiteren Männern besetzt gewesen sei, gestiegen. Eine Personengruppe aus unbekannten jungen Männern soll die Frauen daraufhin mit transphoben Worten beleidigt haben. Um sich der Situation zu entziehen, sollen die Frauen schnell weggelaufen sein.
Die transphoben Männer hatten aber noch nicht genug: Sie sollen im Anschluss auf das Auto zugelaufen sein und versucht haben, es zu öffnen. Zuvor habe der 24-jährige Beifahrer, der sich neben dem 30-jährigen Fahrer in dem Wagen befunden haben soll, die Fahrzeugtüren verriegelt. Anschließend habe die Gruppe eine Blockade gebildet, um die beiden Fahrzeuginsassen am Wegfahren zu hindern.
Als sich die alarmierten Einsatzkräfte dem Tatort näherten, sollen die Täter umgehend geflüchtet sein. Mit den weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts der Beleidigung mit queerfeindlichem Hintergrund wird der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts betraut sein. Dies ist in Fällen von vermuteter Hasskriminalität üblich. Außerdem übernahm ein Fachkommissariat für Verkehrsdelikte die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts der Nötigung im Straßenverkehr.
Transfeindlicher Vorfall am Vortag in einer Straßenbahn
Bereits am Montagabend meldete die Hauptstadtpolizei einen transfeindlichen Übergriff: Ein Mann hatte in einer Straßenbahn im Ortsteil Fennpfuhl eine 48-jährige trans Frau ins Gesicht geschlagen und beleidigt (queer.de berichtete).
Immer wieder gibt es aus Berlin Berichte über LGBTI-feindliche Übergriffe, da die Landespolizei mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt publik macht und diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit meldet. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner*innen für queere Menschen. (cw)














