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Evangelische Kirche
Hannoversche Landeskirche erkennt Geschlechtervielfalt an
- 27. November 2025, 06:00h 2 Min.
Als erste Landeskirche erwähnt die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers im Gleichstellungsgesetz trans, inter und nichtbinäre Menschen. Die Synode der größten evangelischen Landeskirche in Deutschland stimmte am Mittwoch mit großer Mehrheit für eine Neufassung, die neben Frauen und Männern ausdrücklich "Personen aller geschlechtlichen Identitäten" einschließt. Das Gesetz soll der Nachrichtenagentur epd zum Jahreswechsel in Kraft treten.
Ziel der Reform sei es, Geschlechtergerechtigkeit in allen Arbeitsbereichen zu stärken und "Queerfeindlichkeit und jeder Form von Diskriminierung entschieden entgegenzutreten", sagte die Synodale Anna Kempe vor dem Kirchenparlament.
Die landeskirchliche Gleichstellungsbeauftragte Cornelia Dassler erklärte, mit der neuen Formulierung werde der Anspruch der Kirche unterstrichen, "eine Kirche für alle und mit allen" zu sein. Das Gesetz nennt unter anderem als Ziel, die berufliche Gleichberechtigung von Frauen, Männern sowie trans, inter und nichtbinären Personen zu verwirklichen.
Vor der Synode stellte Dassler zudem eine neue "Arbeitshilfe für eine gendersensible und queerfreundliche Praxis" vor. Die rund 200 Seiten starke Publikation soll im Januar an etwa 3.000 Gemeinden, Kirchenkreise und Einrichtungen verschickt werden. Sie enthält Beiträge zu inklusiver Sprache, Hinweise für Seelsorge und Kommunikation mit queeren Menschen, Vorschläge für Gottesdienste und Jugendarbeit sowie theologische und biblische Erläuterungen.
Die hannoversche Landeskirche umfasst mehr als 1.200 Gemeinden zwischen dem Landkreis Göttingen und der Nordsee. (cw)















