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  • 27. November 2025, 11:53h 1 Min.

Germaine Krull mit Contax um 1932 (Fotografin unbekannt © Nachlass Germaine Krull, Museum Folkwang, Essen)

Das Museum Folkwang in Essen zeigt vom 28. November 2025 bis 15. März 2026 rund 400 Fotografien sowie literarische Erzählungen, politische Berichte und Reportagen von Germaine Krull (1897-1985). Die queere Avantgarde-Fotografin, Autorin und Reporterin hat ein umfassendes Werk hinterlassen.

Man präsentiere die gesamte Spannbreite ihres Schaffens von ihren frühen Studienjahren in München in den 1910er Jahren bis zu ihrem Spätwerk. Krull sei Chronistin eines bewegten Jahrhunderts gewesen, betonte das Museum, das ihren Nachlass betreut.

Die Fotografin hatte unter anderem in Düsseldorf, Berlin und Paris gelebt und gearbeitet, bevor sie Europa verließ. In der französischen Hauptstadt verliebte sie sich in eine Frau namens Elsa. 1927 heiratete sie den niederländischen Filmemacher Joris Ivens, nachdem Elsa Paris verlassen hatte. 1945 ging Krull als Korrespondentin nach Südostasien, lebte später bis Mitte der 1960er Jahre in Thailand, ging danach nach Indien.

Die Schau "Germaine Krull: Chien Fou" mache "ihr Selbstverständnis und ihr Selbstbewusstsein als Künstlerin, Denkerin und Frau sichtbar", so das Museum. Man zeichne nach, "wie äußere Umstände – insbesondere der Zweite Weltkrieg – ihr Leben und Schaffen prägten und wie Krull schließlich eine bewusste Abkehr von Europa vollzog." (cw/dpa)

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