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- 18. September 2006 1 Min.
Johannesburg (queer.de) - Tausende Demonstranten haben am Samstag in südafrikanischen Städten gegen die Öffnung der Ehe protestiert. Die Aktionen wurden von konservativen protestantischen Kirchen und der rechtsgerichteten Afrikanischen Christdemokratischen Partei (ACDP) organisiert. Die Demonstranten forderten ein Verbot der Homo-Ehe in der Verfassung. "Traditionelle Ehen, in denen ein Mann und eine Frau eine lang anhaltende Gemeinschaft begründen, geben Familienwerte weiter und sichern die Zukunft", so der ACDP-Politiker Steve Swart. "Daher sind sie es wert, geschützt zu werden." Einige Kirchenvertreter unterstützen stattdessen die Öffnung der Ehe, so auch der anglikanische Prälat in Südafrika, Erzbischof Njongonkulu Ndungane. Er sagt, das Vorhaben fördere die Gleichheit unter den Bürgern.
Gesetz muss bis Anfang Dezember stehen
Derzeit wird im Parlament über das neue Gesetz diskutiert. Homo-Gruppen kritisieren, dass für Schwule und Lesben ein neues Gesetz beschlossen werden soll und nicht das Familiengesetz erweitert wird. Südafrika muss nach einer Entscheidung des obersten Gerichtshofs die Ehe bis Anfang Dezember öffnen (queer.de berichtete). (dk)














